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Celle Stadt Am Reformationstag ab in Celler Museen?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Am Reformationstag ab in Celler Museen?
12:43 27.10.2017
Von Dagny Siebke
4 in 1: Die gemeinsame Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum ist die bislang größte Museumsschau in Celle. In der Gotischen Halle des Schlosses ist die 3-D-Animation der farbenprächtigen Renaissance-Kapelle zu sehen. Quelle: Alex Sorokin
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Zumindest rein theoretisch ist jeder Celler schon in der gemeinsamen Reformationsausstellung von Stadtkirche, Bomann- und Residenzmuseum gewesen. Denn die Veranstalter verzeichneten etwa 70.000 Besucher. Doch praktisch dürften sich gerade in der Gotischen Halle zahlreiche auswärtige Gäste unter die Celler gemischt haben. Die Weitgereisten werden allerdings zahlenmäßig nicht gesondert erfasst. "Die Besucherzahlen haben sich sehr gut entwickelt. Wir sind mit den Zahlen sehr zufrieden", betont Kathrin Panne, stellvertretende Museumsleiterin.

Noch bis zum Sonntag, 12. November, haben die Celler die Gelegenheit, sich die bislang größte Ausstellung in ihrer Stadt anzusehen. Insgesamt beläuft sich der Ausstellungsetat von "Zeichen setzen" auf 580.000 Euro. 100.000 Euro Förderung kommen direkt vom Bund. "Wir denken, dass viele Besucher den arbeitsfreien Tag noch nutzen und die Ausstellungen besuchen werden", sagt Panne.

Am morgigen Sonntag um 11.30 Uhr führt Professor Ralf Busch kostenlos durch den Ausstellungsteil „Die Anfänge“ der Sonderausstellung „Zeichen setzen. 500 Jahre Reformation in Celle“. Hier erfahren die Besucher mehr über die Prinzen Otto und Ernst, die in Wittenberg aufwuchsen, dort studierten und Luther begegneten. Später setzten sie die Reformation ihrer Heimat durch: in der Residenzstadt Celle 1524, in ihrem Fürstentum Lüneburg 1527.

Im ganzen Land wird am Dienstag das Reformationsjubiläum gefeiert. Um 15.17 Uhr erschallen 1517 Posaunenchöre im Freien. In Celle werden darum auch pünktlich um 15.17 vor der Pauluskirche, Rostocker Straße 90, reformatorische Klänge der Bläsergruppe Paulus ertönen.

Eine Museums-Melange findet am Donnerstag, 9. November um 15.30 Uhr zum Thema „Tod und Wandel des Bestattungsbrauchtums durch die Reformation“ im Bomann-Museum. Am 10. November von 19 bis 10.30 Uhr gibt es noch eine Veranstaltung in der Reihe „Unglaub(l)ich – Die Schlosskapelle mit allen Sinnen erleben: Das Wunder des Wortes“. Auch für den letzten Tag der Ausstellung, am Sonntag, 12. November, sind noch zwei Führungen geplant. Juliane Schmieglitz-Otten führt in der Gotischen Halle um 11.30 Uhr durch den Ausstellungsteil „Zwischen Macht und Frömmigkeit“. Um 14 Uhr beleuchtet Professor Busch den historischen Teil der Ausstellung „Von den Anfängen“.