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Celle Stadt Amtsinhaber bleiben im Amt – Wiswe als Celler Landrat bestätigt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Amtsinhaber bleiben im Amt – Wiswe als Celler Landrat bestätigt
23:57 25.05.2014
Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Klaus Wiswe hat es im ersten Wahlgang geschafft. Der CDU-Politiker setzte sich im ersten Wahlgang gegen den Kandidaten von SPD und Grünen Gerald Sommer mit 59,85 Prozent der Stimmen durch. Sommer kam auf 25,29 Prozent der Stimmen, Albrechts Hoppenstedt von der WG Landkreis auf 14,86 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 45 Prozent.Rainer Prokop (CDU) ist alter und neuer Bürgermeister in Bergen. Er setzte sich gegen Randolf Horrer (SPD) mit 68,7 Prozent der Stimmen durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,4 Prozent.Helfried H. Pohndorf hat in der Samtgemeinde Flotwedel das Rennen gemacht. Der als unabhängig angetretene Kandidat erzielte 69,1 Prozent, sein Mitbewerber Thorsten Müller (Grüne) 30,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,3 Prozent.Klare Angelegenheit in der Samtgemeinde Wathlingen: Amtsinhaber Wolfgang Grube kommt bei der Wahl zum Bürgermeister auf 80,1 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Ralf Überheim nur auf 19,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,9 Prozent.Die Europawahl im Landkreis Celle ist ausgezählt: Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt die CDU als stärkste Kraft auf 43,9 Prozent der Stimmen (2009: 42,8 %). Dahinter folgen die SPD (28,2%/24,6%), Grüne (8,6%/10,2%), AfD (7,9%/-), Linke (3,1%/3,2%) und FDP (2,7%/11,5%). Die Wahlbeteiligung lag bei 46,6 Prozent.Celles Erste Stadträtin Susanne Schmitt, die sich für die CDU um einen Platz im Europaparlament beworben hatte, sieht im Stimmenzugewinn ihrer Partei im Landkreis eine Bestätigung ihrer Kandidatur, auch wenn es auf Landeslistenplatz sechs nicht für den Sprung nach Brüssel gereicht hat.Meinung Die Landrats- und Bürgermeisterwahlen sind ohne Überraschung und mit klaren Vertrauensbekundungen in die Amtsinhaber zu Ende gegangen. Das aber ist nur eine Seite der Medaille. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass mit Ausnahme der Wahl im Flotwedel nicht einmal jeder Zweite von seinem Wahlrecht Gebrauch gemacht hat - und das, obwohl es doch immerhin um das höchste politische Amt in der Region sowie drei Bürgermeister-Posten ging. Sollte es dem Rest tatsächlich egal ist, wer in den kommenden sieben Jahren die Geschicke des Landkreises Celle, der Stadt Bergen sowie der Samtgemeinden Flotwedel und Wathlingen leitet? Oder war es die fehlende Spannung, weil sich in keinem Fall eine ernst zu nehmende Alternative zum Amtsinhaber abzeichnete? Am meisten Spannung lag noch bei der Wahl des Landrates in der Luft. Ausgerechnet die WG als Gruppenpartner der CDU im Kreistag hat Klaus Wiswe nicht nur Konkurrenz aus dem bürgerlichen Lager beschert, sondern ihn in Person von Albrecht Hoppenstedt auch in einer Form attackiert, dass man schon fragen muss, wie hier künftig eine vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe, aber auch zwischen WG und Landrat möglich sein soll. Statt gegenseitiger Hochachtung, wie sie andernorts zwischen den Kandidaten spürbar war, wurde hier viel Porzellan zerschlagen. Man darf gespannt sein, welche Konsequenzen dies für die künftige Arbeit im Kreistag haben wird. Ralf Leineweber

Von Tore Harmening