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Celle Stadt Amtsträgerabend des Celler Handwerks: Globalisierung betrifft jeden Betrieb
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Amtsträgerabend des Celler Handwerks: Globalisierung betrifft jeden Betrieb
17:15 13.11.2014
Von Gunther Meinrenken
Detlef Bade (links) und Ernst-Heinrich Ahrens gingen in ihren Reden auf Globalisierung und die Diskussion um den Meisterbrief ein. Quelle: Benjamin Westhoff
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So seien viele Firmen im Ausland tätig, Lehrlinge sammelten praktische Erfahrungen in anderen Ländern. Des Weiteren nehme auch die Individualisierung der Arbeitswelt zu, Betriebe müssten Mitarbeitern persönliche Freiheiten, Freizeit und Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung bieten, um als Arbeitgeber weiterhin attraktiv zu bleiben.

Gleichzeitig hätten viele Menschen im Zuge der Globalisierung den Reiz der Nähe entdeckt. Und daraus könnten Handwerker, die durch ihre Produkte und Dienste entscheidend zur Herausbildung regionaler Identitäten beitragen, durchaus Nutzen ziehen. „Hier liegt eine große Marktchance für das Handwerk“, befand Bode.

Kreishandwerksmeister Ernst-Heinrich Ahrens beschäftigte sich in seiner Ansprache mit der Diskussion um den Meisterbrief. Hintergrund: Die EU will alle nationalen Reglementierungen des Berufszugangs überprüfen. Dabei spiele die für das Handwerk so wichtige Begründung der Sicherstellung einer hohen Ausbildungsleistung keine Rolle. Der Erfolg des deutschen dualen Ausbildungssystems, das sich unter anderem in einer geringen Jugendarbeitslosigkeit zeige, sei maßgeblich auf den Meister zurückzuführen. „Deswegen können wir allen Politikern und Bildungsexperten in der EU nur dringend raten: Hände weg vom Meisterbrief“, so Ahrens.