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Celle Stadt Andacht für unbedacht verstorbene Celler
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Andacht für unbedacht verstorbene Celler
10:00 24.11.2014
Landessuperintendent Dieter Rathing bei der Gedenkstunde für "unbedacht Verstorbene" in der Kapelle des Stadtfriedhofs Celle Quelle: Martina Hancke
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Die Gedenkfeier fand auf Initiative des Celler Arbeitskreises „Unbedacht verstorben" zum zweiten Mal in der Kapelle des Stadtfriedhofs statt. Sie dient auch Freunden und Angehörigen, die keine Möglichkeit hatten, sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden. Rund 30 Celler Bürger nahmen an der Trauerstunde vor dem Ewigkeitssonntag teil.

„Es ist unser Anliegen, dass niemand ‚sang- und klanglos' verschwindet", betonte Pastor Uwe Schmidt-Seffers. In enger Absprache mit den Bestattern sorgten viele seiner Kolleginnen und Kollegen in der Pastorenschaft dafür, dass bei Bestattungen ohne familiäre oder andere Begleitung wenigstens ein Gebet gesprochen wird.

Sigrid Maier-Knapp-Herbst, Celles ehemalige Sozialdezernentin, unterstrich, wie wichtig es sei, dass eine Stadt ihre Verbundenheit mit den Bürgern auch über den Tod hinaus demonstriere.

Mit den Worten Dietrich Bonhoeffers ermutigte Landessuperintendent Rathing den „Mut zur Lücke" aufzubringen. Der Tod eines geliebten Menschen reiße in unser Leben eine schmerzhafte Lücke. Doch gerade sie erinnere an den Verstorbenen. Wer versuche, sie rasch zu füllen, verdränge damit auch die Erinnerung. „Die Lücke ist das Bindeglied zwischen den Lebenden und den Toten. Es gibt eine Leere, die kostbar ist", so Rathing. Im Rahmen der Trauerfeier wurde zwölf verstorbener Frauen und Männer gedacht, zwei waren unbegleitet beigesetzt worden. (mha)

Von Martina Hancke