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Celle Stadt Angelman-Verein informiert in Celle über seltenen Gendefekt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Angelman-Verein informiert in Celle über seltenen Gendefekt
16:34 11.02.2015
Die neunjährige Rike Schendler leidet am Angelman-Syndrom. Wie die meisten Angelman-Kinder ist sie oft fröhlich und lacht viel, ist aber auch sehr sensibel.  Quelle: Cornelia Schendler
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Die neunjährige Rike Schendler leidet an dem Angelman-Syndrom. Als sie zwei Jahre alt war, erhielten die Eltern Cornelia und Aksel Schendler die Diagnose. Fast ein Jahr lang hatten die Ärzte nach den Gründen für die Entwicklungsverzögerung gesucht.

"Rike macht Fortschritte", sagt Cornelia Schendler. Ihre Tochter besucht die dritte Klasse der Freien Martinsschule in Hannover. Mit Chirophonetik, einer Therapie durch Sprache und Berührung, soll Rikes Sprachvermögen gesteigert werden. Im Herbst ist eine einwöchige Delfin-Therapie in Spanien geplant, die ganze Familie begleitet Rike. Erhofft werden Impulse für die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik. Viel Spaß hat das Mädchen am Reiten, wo sie kleine Herausforderungen bestehen muss. Auf dem Trampolin geht es nicht nur um Spaß, hier wird auch der Gleichgewichtssinn trainiert. Geschickt fährt Rike mit ihrem großen Kettcar, ebenso geschickt ist sie am I-Pad.

Für Schendlers war Rikes Handicap Anlass, sich im Angelman-Verein zu engagieren. 400 Familien schlossen sich zum Austausch und zur Information zusammen. Rein rechnerisch müssten in Deutschland 3000 Menschen das Angelman-Syndrom haben.

Am Samstag werden Schendlers in Celle über das Angelman-Syndrom informieren. Geplant ist in diesem Jahr auch noch ein Benefiz-Konzert in der Neuenhäuser Kirche in Celle. Weitere Informationen zum Angelman-Syndrom bei Familie Schendler, ☏ (05145) 285659, oder im Internet: www.angelman.de.

Von Joachim Gries