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Celle Stadt Anti-Center-Kämpfer bei Citymanagement-Spitze
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Anti-Center-Kämpfer bei Citymanagement-Spitze
17:43 19.02.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

Dass sich das Celler Citymanagement derzeit neutral verhält, kann man mit Fug und Recht behaupten: Nach außen ist es kaum wahrnehmbar. Dafür gibt es Aktivitäten hinter verschlossenen Türen. In den Räumen der Neuen Arbeit Celle (NAC), deren Geschäftsführer der Vorsitzende des Citymanagement-Trägervereins Peter Klein ist, trafen sich jetzt Aktivisten, die eine Initiative gegen die Altstadt-Galerie ins Leben rufen wollen. „Mit dem Citymanagement hat das nichts zu tun“, beteuert Klein. Das von der Celler Politik allein in diesem Jahr mit 156300 Euro subventionierte Citymanagement als Nukleus des Widerstands gegen die Center-Pläne der Politik? Dieser Eindruck soll nicht entstehen. Klein: „Wir sind neutral. Wir stellen nur die Räume für Treffen der Initiative.“

Dabei machen die Initiativen-Initiatoren Simone Stehle und Andreas Heinecke keinen Hehl daraus, dass sich auch „viele Mitglieder des Citymanagements“ in ihren Reihen befinden. Die Zeit dränge, heißt es. Man müsse etwas gegen die Alstadt-Galerie unternehmen, bevor sie die gewachsenen Strukturen der Celler City zerstöre. Dabei wolle man nicht den harschen Ton anschlagen, dessen sich jüngst der ABCe bedient habe, als er Politiker von CDU und FDP als „blind“ und „verantwortungslos“, sagt Harald Ruttkowski, der als ABCe-Anti-Center-Kämpfer mithalf, Ende 2006 die ECE-Pläne zu beerdigen. Damals erwies sich ein vom ABCe angeschobenes Bürgerbegehren als scharfe Waffe – jetzt werde man sie nicht ziehen, so Ruttkowski, der sich nun in der Initiative engagiert: „Wir planen kein Bürgerbegehren, sondern erwägen andere Schritte.“ Am nächsten Donnerstag wolle sich die Initiative um 19.30 Uhr in den Räumen der NAC treffen und dann eine Führungsmannschaft nominieren. Voraussichtlich werde der ehemalige parteilose Oberbürgermeister-Kandidat Peter Fehlhaber die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen.

Auch der ABCe plane derzeit kein Bürgerbegehren, so Pressesprecher Heinz Kroczek: „Sicherlich gibt es auch durch Veranlassung Dritter rechtliche Möglichkeiten, und der ABCe wird zum gegebenen Zeitpunkt sein Vorgehen prüfen.“

Ein Bürgerbegehren gegen ein Center würde heute scheitern, glaubt CDU-Fraktionschef Heiko Gevers: „Die Stimmung in der Stadt ist heute ganz anders. Die Leute sehen, dass sich nichts zum Positiven verändert hat. Sie wollen, dass sich endlich etwas tut, dass es voran geht.“