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Celle Stadt Apfel-Fest im Celler Heilpflanzengarten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Apfel-Fest im Celler Heilpflanzengarten
16:38 24.09.2017
Zum Reinbeißen: Beim Apfelfest gab es das beliebte Obst in allen möglichen Variationen und Sorten. Quelle: Michael Schäfer
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Die beliebteste Obstsorte Deutschlands gab dem Fest am Samstag ihren Namen, nur wenige der vierzig Aussteller widmeten sich ihm allerdings ausschließlich wie die Modellregion Streuobst. „Junge Leute, die Gärten anlegen, fragen nach alten Sorten“, deutete Claus Hufenbach an, wie breit sich das Thema Apfel auffächern ließe. In den Supermärkten reduziert sich das Angebot an dem beliebten Obst auf fünf bis sechs weltweit vertriebene Sorten, die Modellregion hatte 80 in der Auslage und lieferte damit laut Hufenbach nur einen kleinen Querschnitt der 3.000 Sorten in Deutschland.

Auch Ute Hoffmann Detering hat sich dem Erhalt und Wiederentdeckung alter Sorten verschrieben. Ihre vor ihr ausgebreiteten Produkte mit so schönen Namen wie Prinz Albrecht von Preußen oder Kaiser Wilhelm haben mit der bekannten Supermarkt-Ware nicht allzu viel gemein. „So sah der Apfel von früher aus, die Formen und Färbungen waren vielfältig, auch die Schale ist anders“, beschrieb die Expertin die kleinen, aber umso aromatischeren und schmackhafteren Erzeugnisse völlig unbehandelter Bäume, bevor sie einer Festbesucherin, die auf der Suche nach einer süßen Sorte war, einen Himbeerapfel empfahl. Theresa Sophie Nolting konnte nicht nur, was die Kuriosität der Begriffe angeht, mithalten. Die Schülerin der ausrichtenden Albrecht-Thaer-Fachschule für Hauswirtschaft hatte ein völlig neu kreiertes Produkt im Angebot. „13 Kilogramm Äpfel habe ich dafür geraspelt“.

Die zahlreich vertretenen Landfrauen-Vereine setzten weniger auf Kurioses als auf Altbewährtes. „Gebacken wird eben nach der Saison“, kommentierte Annemarie Leiffer das Kuchen-Sortiment der Celler Landfrauen und brachte damit den Herbst ins Spiel, der im Heilpflanzengarten an jeder Ecke sein schönstes Gesicht zeigte.

Etliche Produkte fügten sich harmonisch ein in die Pflanzenvielfalt vor Allerkulisse. Andere Stände boten die von diversen Märkten bekannte Warenpalette. Allzu wörtlich nahmen die Besucher das Motto der Veranstaltung ohnehin nicht. Ein Besucher war vom herbstlichen Flair sehr angetan, wollte die Jahreszeit aber nicht auf Obst reduziert sehen: „Wir sind froh, dass es hier auch andere Sachen als Äpfel gibt.“

Von Anke Schlicht