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Celle Stadt Apfelsaft und Abendfrisur
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Apfelsaft und Abendfrisur
15:41 23.09.2018
Von Gunther Meinrenken
Beim Apfelfest deckten sich viele Celler am Stand des Beerenhofs Alps mit frischem Obst ein. Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

Noch einmal dreht Jörg Everding kräftig an der Apfelpresse, dann ist auch der letzte Tropfen aus dem zuvor klein geschnittenen Obst in den Eimer gelaufen. Umgehend wird der köstliche Saft in Flaschen gefüllt und geht auch kurz darauf schon über den Tresen. "Wir verwenden hier unsere eigenen Äpfel", berichtet Everding, der Mitglied der Neuenkirchener Modellregion Obstwiesen ist. Ein Verein, der sich um den Erhalt von alten Apfelsorten wie Alkmene, Kaiser Wilhelm oder Graue Herbstrenette kümmert. Am Samstag gehörten die Neuenkirchener zu den Ausstellern des Apfelfestes im Heilpflanzengarten, das von den Schülerinnen der Albrecht-Thaer-Schule organisiert worden war.

Leckere Produkte aus der eigenen Herstellung, Marmeladen, Torten, Blechkuchen und dazu diverse Stände von Kunsthandwerkern – mit diesem Konzept reitet das Apfelfest seit Jahren auf einer Erfolgswelle. Wer am Samstag allerdings einen Blick auf die Wiese warf, stellte schnell fest: Hier gibt es eine Lücke. Die Erklärung: Die Landfrauen, die von vielen Besuchern vermisst wurden, waren nicht gekommen. Hintergrund sollen Unstimmigkeiten mit den Veranstaltern von der Albrecht-Thaer-Schule und die Parkmodalitäten für die Standbetreiber sein. Auch andere Aussteller wie die Baumschule mit Obstbäumen waren nicht gekommen (Bericht folgt).

Die Schülerinnen der Albrecht-Thaer-Schule gaben sich alle Mühe, den Ausfall der Landfrauen vergessen zu machen, brachten selbst gemachte Torten, Kuchen, Brot sowie andere Leckereien unters Volk und sorgten für einen gelungenen Ablauf des Apfelfestes, vor allem bei den jungen Besuchern. Für die Kinder gab es wieder die beliebten Spielstationen mit Apfelparcours, Dosenwerfen, Kinderschminken und Basteln.

Unter den Ständen mit Schmuck, Taschen, Schals, Gestecken, Mützen oder auch Lampen fiel sofort die Frisurenschmiede ins Auge. Inhaberin Maren Busse, die vor Ort vor allem Damen einen neuen Look verpasste: "Wir haben unser Geschäft quasi auf der anderen Straßenseite, da sind wir gerne beim Apfelfest mit dabei."

Unversehens in eine ungewöhnliche Rolle war Marleen Knust geschlüpft. Sie fungierte aushilfsweise als Pomologin. Ausgerüstet mit einem Buch und den Smartphones ihrer Kunden versuchte sie, Äpfel zu bestimmen, die die Besucher des Apfelfestes von Zuhause mitgebracht hatten. Das Wissen dazu bringt die Gartenbauingenieurin aus ihrem Studium mit. "Ich muss allerdings zugeben, dass Obstbau nicht gerade zu meinen Lieblingsfächern gehörte", sagte Knust und lachte.

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