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Celle Stadt Asbest in Celler Bruchhagenschule: Stadt geht auf Nummer sicher
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Asbest in Celler Bruchhagenschule: Stadt geht auf Nummer sicher
16:52 22.07.2014
Von Michael Ende
Die Infoveranstaltung zur Asbestbelastung an der Bruchhagenschule stieß bei den Eltern auf reges Interesse. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Die Stadt tut alles, um die missliche Situation an der Grundschule Bruchhagen schnellstmöglich und nachhaltig zu beseitigen - diese Botschaft versuchten Mitarbeiter der Verwaltung am Montag Eltern zu vermitteln, die sich Sorgen wegen der Asbestbelastung in einem Teil der Schule machen und sich fragen, wann der seit Anfang Mai aus dem Takt gekommene normale Schulbetrieb weiter gehen kann. Bis zu einem Jahr müssen sich Schüler, Lehrer und Eltern gedulden - danach soll die Schule besser dastehen als zuvor.

„Diese Angelegenheit hat absolute Priorität“, sagte Kerstin Oehl, im Rathaus Fachdienstleiterin Schulen. Die Stadt habe geprüft, ob es sich lohnen würde, den asbestbelasteten Pavillon zu sanieren, berichtete Thomas Prietzel, Fachdienstleiter Hochbau und Gebäudewirtschaft. Doch das wäre unverhältnismäßig aufwändig geworden. Man habe auch de Aufbau eines Mietpavillons als Übergangslösung erwogen: „Das hätte 70.000 Euro gekostet und erschien uns als kaum sinnvoll.“ Stattdessen favorisiere man eine Lösung, die langfristig die besten Perspektiven biete, so Prietzel: „Wir planen den Abriss des Pavillons, in den man keinen Euro mehr stecken sollte und den Neubau von Räumen.“ Der Rat habe dafür bereits 210.000 Euro im Nachtragshaushalt für 2014 bewilligt.“

Der Abriss werde hoffentlich noch in den Sommerferien geschehen können, so Oehl. Er werde von einer Fachfirma ausgeführt - und zwar so, dass für niemanden eine Gefahr durch freigesetzte Asbestfasern entstehe, so Prietzel. Der vereidigte Bauschadstoff-Sachverständige Bernd Ramm erläuterte, dass Messungen ergeben hätten, dass praktisch ausgeschlossen werden könne, dass jetzt noch vom hermetisch abgeriegelten Pavillon eine Asbest-Gefährdung für den Rest der Schule ausgehe. Prietzel sagte, dass auch der Pavillon selbst nach erfolgter Reinigung eigentlich gefahrlos betreten werden könnte: „Nach dem Gesetz hätten wir sagen können: Die Räume können wieder benutzt werden - aber wir wollen absolut sicher gehen und die beste Lösung.“

Für die Übergangszeit gelte: „Wir nutzen jeden Raum und jeden Winkel“, so Schulleiterin Ellen Brutschke. Jetzt müssten alle in der Schule noch mehr als bisher schon aufeinander Rücksicht nehmen: „Wir müssen enger zusammenrücken - und wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen. Wir schaffen das.“