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Celle Stadt Atempause bei Inklusion in Celle nicht nötig?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Atempause bei Inklusion in Celle nicht nötig?
17:12 20.07.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Landkreis Celle
Celle Stadt

Jetzt stellt sich heraus, dass dieser Wunsch unter Eltern möglicherweise doch gar nicht so groß ist wie angenommen. Schulamtsleiter Reinhard Toboll sagte, dass bislang erst 19 Anmeldungen für die 5. Klasse der Pestalozzischule vorlägen. Nur ein Teil von ihnen seien Schüler mit Lernschwäche, ein anderer Teil habe den Schwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“. Wie viele Kinder unter den Zweig Lernschwäche fallen, ist derzeit noch nicht bekannt. Klar ist aber, dass mit mehr Fünftklässlern gerechnet wurde. „Ich habe deutlich höhere Anmeldezahlen erwartet“, sagte Toboll. Allerdings handelt es sich noch um vorläufige Zahlen. Gewisse Veränderungen sind noch möglich.

Nach seinen Worten gebe es im Landkreis Celle ein Potential von 60 bis 70 Schülern mit Lernschwäche pro Jahrgang. Daher hatte die Kreispolitik im April auch beschlossen, dass aus Platzgründen eine Außenstelle der Pestalozzischule in Wathlingen eingerichtet werden soll, wenn mehr als 32 Schüler für das kommende Schuljahr an der Einrichtung in der Celler Neustadt angemeldet werden. Die Außenstelle wird wohl – zumindest für das kommende Schuljahr – nicht nötig sein, führt Toboll aus.

Hintergrund der Debatte in der Celler Kreispolitik war die Novellierung des Schulgesetzes in Niedersachsen. Die Große Koalition in Hannover ermöglicht es den Schulträgern, ihre Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen bis maximal 2028 zu betreiben. Mit der Gesetzesänderung hatte die rot-schwarze Regierung in Hannover das vorbereitet, was auch viele Celler Politiker schon lange gefordert hatten. Denn die Stimmung ist weit verbreitet, dass Förderschüler an eigenen Schulen möglicherweise doch viel besser betreut werden als an Oberschulen. Dort, so die Befürchtung, könnten die Förderschüler in der Masse untergehen – zumal die Lehrerversorgung auf allen Ebenen problematisch ist. So votierten im Kreisschulausschuss CDU, SPD, FDP, WG, UB und AfD für die Verlängerung des Angebotes an der Pestalozzischule. Nur die Grünen stimmten dagegen, weil sie eine Rolle rückwärts bei der Inklusion fürchteten.

Jetzt hat es doch noch etwas gedauert: Ab Samstag wollen Jérôme Zahn und Mika Wickinger die Barszene der Celler Innenstadt bereichern. Unter dem Motto „Raus aus dem Alltag“ öffnen um 19 Uhr zum ersten Mal die Türen der Cocktail- und Tanzbar „Exit“ an der Schuhstraße 11. Eigentlich wollten die jungen Gründer schon im Frühjahr loslegen.

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Manche nennen das, was sich um den Bohrsimulator der TU Clausthal an der Celler Baker-Hughes-Straße entwickelt, die „kleinste Uni Deutschlands“. Ein bisschen hochtrabend klingt das schon – obwohl: Diese vermeintliche „Kleinigkeit" hat es in sich: Sie muss wachsen. Das sagen Experten. Vielleicht wächst sie ja tatsächlich so weit, bis man sie eines Tages ganz ohne Augenzwinkern „Uni“ nennen kann. Die Weichen dazu werden jetzt gestellt.

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Die Stadt Celle setzt ab Montag, 23. Juli, ihr jährliches "Programm zur Werterhaltung und Lebensverlängerung" von diversen Straßen fort. Bei diesen Unterhaltungsarbeiten werden sogenannte „dünne Schichten im Kalteinbau“ aufgebracht – keine teure Grundsanierung, sondern lediglich kostengünstiges Flickwerk. Für mehr hat die Stadt kein Geld. Die Arbeiten dauern im Regelfall – je nach Fläche – maximal einen Tag. Sie werden durch Halteverbotschilder angekündigt.

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