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Celle Stadt Auf Sturm folgt im Celler Land Frostluft
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Auf Sturm folgt im Celler Land Frostluft
17:24 03.01.2017
Celle Stadt

Dazwischen kommt die Sonne raus und die Temperaturen stürzen auf 0 bis minus 1 Grad am Tag und minus 6 Grad in der Nacht ab. Über Schnee kann es noch tiefer gehen. Am Freitag ändert sich an dem eisigkalten und freundlichen Winterwetter wenig. Zum Wochenende zieht sich das Hoch zurück. Dadurch wird der Weg für atlantische Tiefausläufer frei. Mit auffrischenden Westwinden sorgen sie für eine rasche Milderung. Nur anfangs können die Niederschläge am Samstag noch als Schnee oder gefrierender Regen fallen. Bei Höchstwerten von 2 bis 5 Grad ist Nachtfrost kein Thema mehr. Die kommende Woche wird wahrscheinlich nass, windig und mild. Selbst zweistellige Höchstwerte sind zur Wochenmitte nicht ausgeschlossen. Auch danach deutet sich eine weitere Achterbahnfahrt der Temperaturen zwischen mildem Schmuddel- und nasskaltem bis höchstens mäßig kaltem Winterwetter an. Damit scheint sich eine der besten Klimaregeln des Jahres wieder mal zu bestätigen: „Ist bis Dreikönigstag (6. Januar) kein Winter, so kommt auch keiner (kein strenger) mehr dahinter.“

„Winterwetter“ blieb im Dezember weitgehend ein Fremdwort. Hochdruckgebiete sorgten immer wieder für die Zufuhr milder Luft, sodass der Monat in der Südheide 0,7 bis 1,6 Grad zu warm und größtenteils erheblich zu trocken ausfiel. Recht viel Sonnenschein, aber auch hartnäckiger Nebel prägte das Geschehen. Pünktlich zum Haupteintrittstermin des Weihnachtstauwetters am 24. Dezember durchbrachen Atlantiktiefs den hohen Luftdruck. Sie hatten Subtropikluft, Regen und viel Wind im Gepäck, was uns am ersten und zweiten Weihnachtstag – zusammen mit dem 8. Dezember (11 Grad) – gebietsweise die höchsten Temperaturen des Monats bescherte.

Am anderen Ende der Skala trat standesgemäßer Frost unter minus 5 Grad, vereinzelt unter minus 10 Grad, nur wenigen Nächten Anfang des Monats auf. Bemerkenswert war der Weihnachtssturm, der mehr oder weniger drei Tage lang anhielt und in der Heiligen Nacht über Nordostniedersachsen örtlich sogar kurze Gewitter und Hagel produzierte. Mit schweren Sturmböen von 92 Kilometern pro Stunde in Faßberg erreichte er in der Nacht auf den 27. Dezember seinen Höhepunkt.

Von Reinhard Zakrzewski