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Celle Stadt Auf den Spuren des Christkindes
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Auf den Spuren des Christkindes
13:35 09.12.2013
Rund 130 Kinder kamen in den Genuss von - „Bachs Weihnachtsoratorium“, dass einen alters- - gerechten Einblick in die Weihnachtsgeschichte gab. Quelle: Alex Sorokin
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Die Kinder hatten ihre helle Freude daran, was sich dort im Altarraum abspielte: Alle Musiker, die auch an der folgenden abendlichen Aufführung des Oratoriums beteiligt waren, boten dem jungen Publikum einen altersgerechten Einblick in die Weihnachtsgeschichte. Einer von ihnen – der Bariton Dietmar Sander – schlüpfte dabei in die Rolle des Erzählers und fand mit seiner frischen humorvollen Art schnell Zugang zu den Kinderherzen. Aber auch die Erwachsenen waren mit ganzem Herzen dabei.

„Es gibt in dieser Zeit nichts Wertvolleres, als Kindern den Ursprung des Weihnachtsfestes zu vermitteln“, sagte Sander in einem Vorab-Gespräch mit der CZ. „Und wenn man ihnen dabei auch noch die Gedanken und Motive des Komponisten nahebringen kann, ist das einfach eine tolle Sache.“

„Jauchzet! Frohlocket!“ – Den Eingangvers nahm das junge Publikum geradezu wörtlich. Sei es mit einem fröhlich erklingenden „Annika!“, als eines der Kinder seine große Schwester in den Reihen der Stadtkantorei entdeckte, oder als Sander die Kinder, die „auch schon einmal wie Jesus im Stroh geschlafen“ haben, nach ihren „pieksenden Erinnerungen“ fragte. Und wie sehr die Kleinen sich in das Geschehen hineinversetzten, wurde erkennbar, als im Verlauf dieses herrlichen Spektakels Sopranistin Anke Briegel ihr strahlendes „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ anstimmte und eines der Kinder sich ihr näherte, um zu sehen, wie der „Engel“ aus der Nähe aussieht. Die Kinder erfuhren nun, warum Jesus in einem Stall zu Welt kam, wie die Hirten zu ihm eilten und was sie dort erlebten. Gespannt verfolgten sie auch, wie Sander sie nach und nach mit den „Erzählweisen“ der einzelnen Instrumente vertraut machte, um ihnen Bachs Musik zu erläutern. Nach so viel „Spektakel“ lauschte das junge Publikum am Ende sichtbar glücklich und entspannt dem von der Altistin Kerstin Rosenfeldt vorgetragenen Wiegenlied.

Von Rolf-Dieter Diehl