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Celle Stadt Auftragsbücher prall gefüllt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Auftragsbücher prall gefüllt
15:30 05.11.2018
Von Gunther Meinrenken
Handwerk hat goldenen Boden. Das zeigt jetzt auch eine Konjunkturumfrage der Handwerkskammer zur Geschäftslage der örtlichen Betriebe. Quelle: Sebastian Gollnow
Celle

Die Handwerkskonjunktur boomt, immer mehr Handwerksbetriebe beurteilen ihre Geschäftslage als ausgesprochen positiv. Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade hat in ihrer aktuellen Herbstumfrage zur Konjunktur festgestellt, dass 67 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als gut bewerten. Das sind nochmals sechs Prozentpunkte mehr als in der Vorjahresumfrage. Dazu sagt Kammerhauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer: „Handwerk ist bodenständig und neigt nicht zu Übertreibungen. Wenn zwei Drittel unserer Betriebe angeben, die Geschäfte laufen gut, ist das eine deutliche Bestätigung dafür, dass die Handwerkskonjunktur tatsächlich hervorragend dasteht.“ Weitere 27 Prozent der Befragten zeigen sich zufrieden mit ihrer Geschäftslage. Wie in der Vorjahresumfrage geben lediglich sechs Prozent eine schlechte Entwicklung der Geschäfte an.

Der Geschäftsklimaindex, den die Handwerkskammer aufgrund der aktuellen Geschäftslage und der zukünftigen Erwartungen berechnet, erreicht in der Herbstumfrage wie schon im Vorjahr einen Spitzenwert von 136 Punkten. Für die Zukunft gehen 65 Prozent der befragten Betriebe von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus. Ein Viertel rechnet sogar mit einer Verbesserung. Da auch alle anderen abgefragten künftigen Konjunkturindikatoren nach oben zeigen, sieht die Handwerkskammer keine Anzeichen für eine Schwächung der Handwerkskonjunktur in nächster Zeit.

Im dritten Quartal konnten 41 Prozent der befragten Handwerksbetriebe ihren Umsatz steigern. Lediglich 15 Prozent verzeichneten Umsatzrückgänge. Die Entwicklung der Auftragsbestände zeigt ein ähnliches Bild. Spürbar angezogen hat auch die Investitionstätigkeit im Handwerk: 29 Prozent erhöhten ihre Investitionen, nur neun Prozent nahmen Kürzungen vor.

Durch die gute Auftragslage kam es zu einem weiteren Beschäftigungsaufbau im Handwerk. Jeder vierte Handwerksbetrieb gibt an, mehr Mitarbeiter zu beschäftigen als im Vorquartal. Mit acht Prozent fiel der Anteil der Betriebe mit gesunkener Beschäftigtenzahl hingegen deutlich geringer aus. 38 Prozent geben aktuell offene Stellen an, vor einem Jahr waren es 46 Prozent. „Die Nachfrage nach Fachkräften ist im Handwerk weiterhin sehr hoch. Offenbar ist es aber inzwischen wieder mehr Betrieben gelungen, freie Stellen zu besetzen“, erklärt Sudmeyer. Die Image- und Attraktivitätssteigerung im Handwerk müsse weitergehen. Dafür gebe es Stellschrauben in den Betrieben selbst und Unterstützung durch die Handwerkskammer. In der Pflicht sieht der Hauptgeschäftsführer auch die Politik: „Die Eintrittskarte ins Handwerk ist die duale Ausbildung. Dafür brauchen wir bessere Rahmenbedingungen.“

Laut Herbstumfrage der Handwerkskammer sorgt die hohe Nachfrage nach Bauleistungen weiterhin für eine gute wirtschaftliche Entwicklung im Bauhandwerk. Im Branchenvergleich erreicht der Geschäftsklimaindex in den Betrieben des Ausbauhandwerks mit 140 Punkten den höchsten Wert. Es folgt das Bauhauptgewerbe mit 134 Punkten. Bei ebenfalls 134 Punkten liegt das Geschäftsklima in den Handwerksbetrieben für den gewerblichen Bedarf, die vielfach als Zulieferer für die Industrie tätig sind. Im Kfz-Handwerk und im Nahrungsmittelhandwerk werden jeweils 133 Punkte erreicht, bei den Gesundheitshandwerken sind es 132 Punkte.

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