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Celle Stadt Überraschender Freispruch nach Disco-Schlägerei
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Überraschender Freispruch nach Disco-Schlägerei
15:24 13.01.2019
Quelle: David-Wolfgang Ebener
Celle

Eine ziemlich langwierige Beweisaufnahme hat letztendlich auch am Ende des Prozesses nach drei Verhandlungstagen am Amtsgericht Celle nicht den eindeutigen Beweis erbracht: Trotz Videoaufnahmen am Tatort im und vor dem Eingangsbereich einer Celler Discothek und der Aussagen von insgesamt elf Zeugen blieben Zweifel an der Identität des Täters.

Der Tathergang liegt lange zurück

In einer warmen Sommernacht im Juni 2014 gegen vier Uhr morgens kam es zu einem Streit zwischen Mitgliedern zweier Familien. Sowohl der Anlass als auch der genaue Hergang dieser Auseinandersetzung waren nicht genau zu rekonstruieren. Das Ergebnis jedoch war eindeutig: mehrere Verletzte, davon einer so schwer, dass eine Operation im Krankenhaus notwendig war. Das Opfer erstattete dann auch Anzeige gegen den Angeklagten, allerdings erst vier Jahre später. Warum erst so viel später, bleibt ungewiss. Laut Kläger sollte ein Einigungsversuch unter den Familien abgewartet werden. Dazu kam es jedoch nicht. Trotzdem bleibt der lange Zeitraum von vier Jahren zwischen Tat und Anzeige ungeklärt.

Fußtritten ins Gesicht

Für das verletzte Opfer war klar, dass der Angeklagte der Täter ist. „ Ich wurde mit mehreren Fußtritten in Gesicht und Oberkörper getreten und verletzt. Der Angeklagte ist der Täter“, so die Aussage des Opfers. Seiner Ansicht nach haben die Videoaufnahmen dies auch bewiesen. Bei Eintreffen der herbeigerufenen Polizei waren die angreifenden Schläger nicht mehr im Bereich der Discothek und konnten nicht vernommen werden.

Ähnlich, aber nicht eindeutig

Die Video-Aufzeichnungen der Discothek wurden im Gerichtssaal gezeigt. Danach ist zwar „eine große Ähnlichkeit eines der beteiligten Angreifers mit dem Angeklagten erkennbar“ – jedoch sind die Aufnahmen nicht so eindeutig, dass zweifelsfrei der Angeklagte zu erkennen ist. Das war letztendlich auch der entscheidende Grund sowohl für die Staatsanwaltschaft als auch für das Gericht, den Angeklagten vom Vorwurf der schweren Körperverletzung freizusprechen. Da kam überraschend. So ist es fraglich, ob das Urteil rechtskräftig wird, denn die Kläger haben eine Woche Zeit, zu widersprechen.

Von Günther Borchers

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