Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Aus für Lichtkunstbahnhof sorgt für Zoff
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Aus für Lichtkunstbahnhof sorgt für Zoff
20:28 29.08.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Der künstlerische Leiter des Vorhabens, Robert Simon, habe die ersten Konzepte für einen Lichtkunstbahnhof im Mai im Kulturausschuss vorgetragen. „Ich erinnere mich nicht an irgendeinen Einwand oder eine Nachfrage aus den Reihen von CDU und FDP“, sagte Wiegel.

In einer gemeinsamen Sitzung von Bau-, Verkehrs- und Kulturausschuss wurden später zwei Varianten zur Gestaltung der Unterführung zur Auswahl gestellt. Wiegel: „Die eine, nämlich die Version des Künstlers Vollrad Kutscher, bewertete meine Fraktion als einen bemerkenswerten Schritt in Richtung Lichtkunstbahnhof.“

Nach der Präsentation habe sich ein Interesse an der künstlerischen Version von Vollrad Kutscher abgezeichnet, so Wiegel. Viele Beteiligte hätten sich gerne noch weiter informiert über das vorgestellte Licht- und Klang-Konzept. „Dazu wäre auch ausreichend Zeit gewesen, denn die Installationen von Vollrad Kutscher hätten nicht ins Mauerwerk eingelassen werden müssen, wie es beim Verwaltungsvorschlag nötig gewesen wäre. Und wir hätten in Ruhe mit dem Künstler in ein Gespräch eintreten können.“ Auch die vorgestellte Lichtblüte sei lediglich ein Vorschlag gewesen. Über ihren Erwerb und den möglichen Standort hätte ausführlich gesprochen werden können, erläutert Wiegel. Zusätzlich habe die SPD-Fraktion den Vorschlag gemacht, erst einmal nur über die Bahnunterführung und ihre Gesaltung zu entscheiden und die weiteren Schritte später zu sprechen.

„Auf nichts hat sich die Rats-mehrheit CDU und FDP eingelassen. Das beweist, dass es ihr nicht um eine Entscheidung in der Sache ging, sondern lediglich um einen poltischen Coup, nämlich die Idee des Oberbürgermeisters zu zerschlagen“, ist Wiegel überzeugt. „Mit dem großspurigen Hinweis aufs Geld liegen die Pateistrategen von CDU und FDP völlig neben der Spur. Das Geld, das sie mit ihrem Beschluss angeblich einsparen wollen, ist Bestandteil der Baumaßnahme und wird da auch nicht mehr herausgerechnet werden. Das Stichwort Sparsamkeit ist hier also fehl am Platz.“ Die CDU/FDP habe nur aus „kurzsichtigem Parteikalkül“ eine Entwicklungsperspektive für die Stadt „plattgemacht“ – nur um Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) keinen Meter Erfolg zu gönnen.