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Celle Stadt Ausbildungsplätze: Plus für die Region
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ausbildungsplätze: Plus für die Region
17:09 06.03.2012
Von Christoph Zimmer
Berufsstartermesse in CD-Kaserne 2012 Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Carina Preuß und Dilan Birgin suchen einen Ausbildungsplatz. Gemeinsam waren die beiden 14 Jahre alten Mädchen, die die neunte Klasse der Realschule Lachendorf besuchen, auf der Berufsstartermesse in der CD-Kaserne unterwegs. Wie viele andere hundert Schüler auch wollten sie sich über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten in der Region informieren. „Wir sind sehr kreativ und würden gerne was im Medienbereich machen“, sagten sie. Die wichtigste Botschaft, die sie am Eröffnungstag mit nach Hause nahmen, war diese: frühzeitig bewerben. Das rieten ihnen viele der Arbeitgeber, mit denen sie gesprochen hatten.

Das riet ihnen auch Bernd Althusmann. „Die berufliche Orientierung kann gar nicht früh genug beginnen“, sagte der niedersächsische Kultusminister bei der Eröffnung, „sie ist das Megathema - für alle Schulformen.“ Angesichts eines drastischen Rückgangs der Schülerzahlen sei die Berufsstartermesse „ein hilfreicher Marktplatz“, wo man sich „rechtzeitig informieren“ und die „beruflichen Grundlagen fürs Leben schaffen“ kann. Andererseits würden die Arbeitgeber „einen Beitrag leisten, dem Führungskräftemangel entgegenzuwirken und die jungen Menschen auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten“.

Der Zeitpunkt, sich um eine Ausbildung zu bewerben, ist durchaus günstig. „Die Situation am Ausbildungsmarkt hat sich in den beiden Jahren verändert“, sagt Hans-Ulrich Koch von der Agentur für Arbeit in Celle. Einerseits nehme das Angebot an Ausbildungsstellen in Celle erfreulicherweise zu, andererseits würden sich aber auch immer weniger Bewerber bei den Firmen melden. Koch ist sich sicher, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird. „Die Prognosen der demografischen Entwicklung sind hier ja eindeutig.“ Deshalb sei es für die Unternehmen immer wichtiger, „bei den möglichen Bewerbern präsent zu sein und für die Ausbildung ordentlich Werbung zu machen.“ Denn der Bedarf in der nach Fachkräften sei in der Wirtschaft groß.