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Celle Stadt Auseinandersetzung mit dem Objekt gefordert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Auseinandersetzung mit dem Objekt gefordert
13:59 06.06.2018
Die Ausstellung „3 x drei“ in der Celler Galerie Dr. Jochim dokumentiert die Freundschaft der drei Künstler Klaus Jüdes, Christoph Rust und Werner Ratering. Quelle: Doris Hennies
Celle Stadt

Musikalisch passend begann die Eröffnung mit dem „Dreisatz“, einer musikalischen Interventionen des Ensembles Passepartout. In sehr anschaulicher Form beleuchtete Wilfried Köpcke – Dozent, Journalist und Buchautor – die rund 30-jährige Freundschaft und die Arbeiten dieses ungewöhnlichen Freundestrios. Unterschiedlich und getrennt in ihren künstlerischen Positionen, verbinde die drei – so Köpcke – doch ein bestimmter Dreiklang künstlerischer Herangehensweise: Das Sammeln und Bewahren, zu intervenieren und verändern, das Weiterführen und Transzendieren. „Dem zugrunde liegt eine künstlerische Auseinandersetzung, die immer den Dialog sucht – mit den anderen und mit dem Material … mit der vorgefundenen Realität“.

Im großen Saal zeigt dies zum Beispiel das in Rahmen gefasste Sammelsurium von Arbeiten Klaus Jüdes: Kleine Skizzen und Notizen, aufbewahrte, zusammengetragene Dinge wie die rostigen Nägel aus einem alten Bilderrahmen … Fragmente, in Beziehung und Ansätze gebracht, die zum Weiterdenken anregen sollen. Im oberen Stockwerk führen die Fotoradierungen – bearbeitete Postkarten und Schnappschüsse – diese künstlerische Gestaltung hin zur neuen Wahrnehmung fort.

Bei Christoph Rust sind es die floralen, pflanzlichen Formen, die sich in seinen Werken auflösen und zu etwas anderem, neuem werden. Die skulpturalen Arbeiten Werner Ratingen betonen Zusammenspiel und Gegensätze der Form – gespalten, entgegengesetzt, ist es stets die Berührungsfläche, die den künstlerisch betonten Kontakt herstellen.

Für alle drei gilt: Sie fordern einen mündigen Betrachter, der die eigene Auseinandersetzung mit dem Objekt nicht scheut.

Von Doris Hennies

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