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Celle Stadt Ausgezeichnete Idee: Preis für Celler Zugabe-Projekt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ausgezeichnete Idee: Preis für Celler Zugabe-Projekt
17:26 26.06.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Auf diese Auszeichnung sind sie richtig stolz: Das Projekt "zuGabe" gibt es gerade mal zwei Jahre und hat bereits einen Nachhaltigkeitspreis gewonnen – den Fundraising-Preis der Landeskirche in der Kategorie Nachhaltigkeit. "Unser Gedanke ist angekommen und wird verstanden", sagt Maik Mengel, Geschäftsführer der Diakonie Südheide. Somit gehen in diesem Jahr zwei der drei Fundraising-Preise in den Celler Kirchenkreis (siehe nebenstehenden Text).

Das Projekt "zuGabe" haben Diakonie und Celler Kirchenkreis gemeinsam entwickelt. Das Vorhaben bietet Menschen, die vom Diakonischen Pflegedienst in Celle, Winsen und ab 1. Juli auch in Wathlingen betreut werden, Zeit für ein zusätzliches Gespräch – unabhängig von ihrer Pflegesituation. Das heißt, die vertraute Bezugsperson aus der Pflege bringt wöchentlich 15 Minuten mehr Zeit mit, um zum Beispiel bei einer Tasse Kaffee darüber zu reden, was den Menschen auf dem Herzen liegt. Das Projekt funktioniere so gut, dass in anderen Teilen der Landeskirche darüber nachgedacht wird, die "zuGabe" bei sich zu übernehmen, heißt es bei der Diakonie Südheide.

Klar, 15 Minuten zusätzlicher Zeitaufwand für jeden einzelnen Kunden müssen finanziert werden. Das geschieht über Spenden. Helfen kann man auch mit kleinen Beträgen. "Eine Zugabe kostet 5 Euro", sagt Andrea Böker, Bereichsleiterin Pflege. Oder: Einige Unterstützer haben eine Dauerspende von 20 Euro im Monat eingerichtet. Dazu kommt, dass während Veranstaltungen Geld für das Projekt gesammelt wird, ergänzt Harald Schilbock, der sich gemeinsam mit Nina Hollung beim evangelischen Kirchenkreis um das Fundraising kümmert. Insgesamt haben schon 500 Menschen gespendet.

Das Angebot scheint anzukommen. Ab Juli betreut die Diakonie an ihren drei Standorten rund 370 Menschen. Die "zuGabe" werde gut in Anspruch genommen, so die Diakonie, aber nicht alle machen von dem Gesprächsangebot Gebrauch. Selbstverständlich ist, dass niemand gezwungen wird. "Die Viertelstunde ist für manche ein absolutes Highlight", sagt Mengel, der Diakonie-Chef. Auch die Angehörigen erlebten eine Entlastung, weil sie nicht mehr der alleinige Ansprechpartner sind. Schließlich profitieren auch die Pfleger von der "zuGabe", weil sie es als angenehm empfinden, mehr Zeit für ein Gespräch zu haben. Schöner Nebeneffekt für die Diakonie: Die Einrichtung wird als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen.

Der Preis fällt in eine Zeit, in der das Thema Pflege beinahe allgegenwärtig ist. Oft ist davon die Rede, dass Pfleger überlastet sind und die Pflegebedürftigen unter den oft schwierigen Arbeitsbedingungen leiden müssen. Diesen Ball griff Stephanie von Lingen, Superintendentin des Kirchenkreises Leine-Solling, bei der Preisverleihung in Hannover auf. "Das Pflegeleistungsergänzungsgesetz sieht zusätzliche Zeit, die für beide Seiten nötig wäre, nicht vor – Zeit für Zuwendung, Zeit für ein kleines Extra im Pflegealltag, für mehr Menschenwürde auf der einen und größere Arbeitszufriedenheit auf der anderen Seite", sagte sie bei der Laudatio. "ZuGabe" sei ein überzeugendes Projekt, das auf Dauer und Nachhaltigkeit angelegt sei. "240 pflegebedürftige Menschen und ihre Pflegekräfte profitieren mittlerweile im dritten Jahr vom Engagement einer ganzen Region", sagte von Lingen.

Der Preis ist mit 3333 Euro dotiert. Von dem Geld soll ein Film produziert werden, um mögliche Unterstützer von "zuGabe" noch besser anzusprechen.

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