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Celle Stadt Ausschuss: 12.850 Euro für Integrationsprojekte
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ausschuss: 12.850 Euro für Integrationsprojekte
14:19 26.02.2012
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

In der jüngsten Sitzung stellten die drei Organisationen ihre Arbeit vor. Das Angebot des CJD-Jugendmigrationsdienstes richtet sich an Menschen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren. Dabei werden die deutsche Sprache oder bestimmte Fähigkeiten wie der Umgang mit dem Computer vermittelt. Ziel ist es, Hilfestellung beim Ausfüllen von Formularen oder bei der Bewerbung zu geben. Während der Sprachkurse gibt es auch eine Kinderbetreuung. Darüber hinaus organisiert das CJD Ausflüge, zum Beispiel in das Berufsinformationszentrum oder die Stadtbibliothek, und bietet Projekte für Mütter mit Kleinkindern an, um den Übergang in den Kindergarten zu erleichtern. Angeboten wird auch eine individuelle Beratung.

Dass Lehrmaterialien nur in türkischer und nicht in kurdischer Sprache zur Verfügung stehen, wurde vom Ausschuss angesichts der hohen Zahl kurdischer Bürger im Celler Raum mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Finanziell unterstützt wird der Jugendmigrationsdienst vom Bundesfamilienministerium und von Stadt und Landkreis Celle. Der Ausschuss empfahl den beantragten Zuschuss in Höhe von 5000 Euro.

Einen steigenden Beratungsbedarf bei Migranten sieht man beim AWO-Kreisverband. In der Geschäftsstelle in der Heese 18 betreibt die Arbeiterwohlfahrt Sprachförderung sowie Netzwerk- und Gremienarbeit. Zum Klientel gehören fast ausschließlich Bezieher von Arbeitslosengeld II. Seit 2010 erhofft sich die AWO vom Land die Finanzierung einer vollen Stelle für Migrationsberatung. Doch bislang werden lediglich die Kosten für eine Dreiviertelstelle übernommen. Das sei angesichts des steigenden Beratungsbedarfs zu wenig, hieß es. Die Folge: Trotz des städtischen Zuschusses in Höhe von 5850 Euro, der auch in diesem Jahr nach der Empfehlung des Ausschusses bewilligt werden soll, verbleiben bei die AWO am Jahresende rund 5700 Euro Eigenanteil.

Die VSE-Kurse in der Alten Schmiede vermitteln überwiegend kurdischen Frauen aus der Türkei grundlegende Kenntnisse in der deutschen Sprache. Dabei sollen die Teilnehmerinnen zum Beispiel befähigt werden, persönliche Angaben wie Geburtsort oder Nationalität machen zu können. Geplant sind auch Kurse für Asiaten sowie Sinti und Roma. Der VSE hatte einen Zuschuss von 2000 Euro beantragt.

Im Rahmen der Sitzung wurde deutlich, dass eine Erfolgskontrolle der einzelnen Angebote angesichts fehlender Kriterien schwierig ist. Zudem sei eine Vernetzung der Anbieter wichtig für eine erfolgreiche Arbeit, hieß es.