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Celle Stadt Ausstellung "Reif für die Insel" im Celler Schloss präsentiert rund 400 Exponate
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ausstellung "Reif für die Insel" im Celler Schloss präsentiert rund 400 Exponate
17:15 06.05.2014
Unter den Augen von Georg I. legen René Michailow (links) - und Christian Schmelzer Hand an die neuen Einbauten. Quelle: Martina Hancke
Celle Stadt

Seit gut zwei Jahren arbeiten die Organisatoren aktiv an der Vorbereitung der Ausstellung „Als die Royals aus Hannover kamen“, die vom 17. Mai bis 5. Oktober 2014 in Hannover und Celle zu sehen sein wird. Allein im Celler Schloss werden rund 400 Exponate präsentiert. Leihgaben aus in- und ausländischen Museum, viele aus London, werden darunter sein.

Welche Vorleistungen und Fragestellungen, Organisation und Logistik hinter einer so großen Ausstellung stehen, wird Kurator Dr. Heiko Laß am Freitag, 9. Mai, im Residenzmuseum aufzeigen. „Wir haben zum einen das Glück, die Gemälde und Objekte in den historischen Räumen des Celler Schlosses auszustellen. Das beinhaltet aber auch besondere Problematiken“, berichtet der 45-Jährige.

So müssen die Exponate der Dauerausstellung im Schloss entweder untergebracht oder schonend verkleidet werden. Zusätzliche Ausstellungsfläche ist nötig in Form von Schaukästen oder Wänden. Die historischen Mauern können jedoch nicht angebohrt werden. Hier heißt es, Lösungen finden. Statik und Stromversorgung gilt es zu beachten. „Sie können in einem so alten Gebäude nicht einfach ein Starkstromkabel verlegen oder eine Klimaanlage einbauen“, erläutert Laß.

In zahlreichen Sitzungen und Beratungen mit den Kollegen der vier anderen Teilausstellungen wurden Stück für Stück Ideen entwickelt und umgesetzt. Mittlerweile füllen neue Schaukästen unter anderem die ehemaligen Vorzimmer von Georg Wilhelm. Vorhandene Vitrinen sind in das Konzept integriert, Einbauten werden verkleidet. Markant sind die Rot- und Blautöne der neuen Aufbauten. Sie erinnern nicht nur an die englische Flagge, sondern dienen der Orientierung: Rot steht für die Entwicklung der Welfenlinie in Niedersachsen, Blau für die Entwicklung in England.

Noch sind die Handwerker beim Aufbau. Doch Heiko Laß ist zuversichtlich: „Wir liegen sehr gut in der Zeit.“

Von Martina Hancke