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Celle Stadt Ausstellung "Twentynine": Celler Künstler setzen auf Vielfalt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ausstellung "Twentynine": Celler Künstler setzen auf Vielfalt
08:55 26.10.2015
Künstler Jörg Pippirs, Frank Ehlert und Efraim Kogge stellen bei ihrer Ausstellung "Twentynine" in der CD-Kaserne ihre Werke aus. Graffiti, Acryl-Malerei und Handzeichnungen sind mit dabei. Quelle: Alex Sorokin
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Ihren Ursprung haben die drei in der Graffiti-Kunst, doch beschränken Pippirs, Ehlert und Kogge ihre kreative Ader längst nicht mehr auf dieses eine Genre.

"Mit der Zahl 29 verbinden Eingeweihte seit den 90er Jahren mehr als nur die Celler Postleitzahl. Die Zahl steht für den Zusammenschluss von Kunst- und Kulturschaffenden aus der Region", erklärt Pippirs den Titel der Ausstellung. Viele Besucher waren gekommen, um die Kunstwerke zu begutachten und die Künstler persönlich kennen zu lernen.

Die dreiteilige Serie "Trash" zeigte auf großen Leinwänden mit Acrylfarbe gemalte Bilder von Gegenständen, die kaputt sind. Ein altes Smartphone, eine Farbspraydose und ein alter Kartoffelschäler waren die drei Hauptakteure. "Es ging darum, Dinge, die kaputt sind, schön darzustellen und Zerstörtem und Vergangenem die Aufmerksamkeit zu schenken", sagt Pippirs.

Interessant waren auch die handzeichnerischen Graffiti-Skizzen, die ausgestellt waren. "Man geht nicht einfach zu einer Wand und sprüht drauf los. Oft sitzt man tagelang zu Hause und fertigt zunächst Skizzen an", so Ehlert. Der 37-Jährige ist hauptberuflich Kunst- und Geschichtslehrer an einem Gymnasium und hat schon als Jugendlicher die Leidenschaft für Kunst entdeckt.

"Übers Skateboard fahren bin ich zum Graffiti gekommen und darüber dann zu anderen Bereichen der Kunst. Graffiti ist eine gute Möglichkeit für Jugendliche, mit Kunst in Berührung zu kommen", sagt Ehlert, der sich inzwischen viel der klassischen Malerei widmet.

Neben Acryl-Bildern gab es auch Abdrucke von Graffitis sowie Fotodokumentationen von Graffitis auf Zügen zu bestaunen. Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Dezember zu sehen.

Von Jessica Poszwa