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Celle Stadt Ausstieg bei Tourismus-GmbH: Stadt Celle verärgert das Umland
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ausstieg bei Tourismus-GmbH: Stadt Celle verärgert das Umland
22:15 27.05.2018
Von Christian Link
Quelle: Lüneburger Heide Tourismus
Celle Stadt

Dort wünscht die Stadt Celle auch zukünftig eigenständig vertreten zu sein, obwohl dieses Privileg eigentlich nur zahlenden Mitgliedern zusteht.

Im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus des Kreistags musste die Kreisstadt deswegen am Donnerstag einige Seitenhiebe einstecken. „Wenn man einen eigenen Sitz und Stimme haben will, muss man auch was auf den Tisch legen“, sagte der Winser SPD-Abgeordnete Maximilian Schmidt. Eine Sonderrolle der Kreisstadt sei unfair gegenüber den anderen Kommunen. Den Hinweis, dass Celle 50 Prozent der Kreisumlage zahlt und deswegen auch eine Sonderstellung verdient, wollte Schmidt nicht gelten lassen: „Die Stadt Celle profitiert ja auch am meisten von den Leistungen des Landkreises.“

Hans-Georg Ratsch-Heitmann (CDU) aus Bröckel bestätigte die SPD-Position: „Einen automatischen Anspruch der Stadt Celle auf einen Sitz gibt es nicht.“ Und auch der Lachendorfer FDP-Vertreter Charles Sievers wollte der Stadt Celle „keinen Freifahrtschein“ ausstellen.

„Es ist nur recht und billig, dass die Stadt sagt: Landkreis, übernimm du meine Anteile“, meinte Kreisrat Gerald Höhl. Über die Entscheidung des Celler Stadtparlaments sei Höhl trotzdem „not amused“ gewesen. Schließlich soll der Landkreis nicht nur das Celler LHG-Stammkapital im Wert von 5000 Euro aufkaufen, sondern auch schon ab 2019 die jährliche LHG-„Mitgliedsgebühr“ der Stadt in Höhe von 50.000 Euro übernehmen. Damit würde der Zuschuss, den der Landkreis pro Jahr der LHG überweist, auf insgesamt 150.000 Euro steigen. Dennoch will der Dezernent für Wirtschaftsförderung der Kreisstadt nicht die kalte Schulter zeigen. „Wir müssen Wert darauf legen, dass sich die Stadt Celle nicht vollständig abkoppelt“, sagte Höhl.

Die Stadt Celle hält derzeit auch noch Stimmrechte im Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung. Auf Landkreisebene ist man sich einig, dass diese nicht verloren gehen sollen. „Bevor die Celler Stimme insgesamt schwächer wird, übernehmen wir diese Anteile“, brachte Schmidt die allgemeine Meinung des Gremiums zähneknirschend auf den Punkt.

Die Frage, wer Oberbürgermeister Jörg Nigge im LHG-Aufsichtsrat beerben wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt geklärt werden. „Ich gehe davon aus, dass der Landkreis die Interessen aller Mitglieder gleichermaßen vertritt“, sagte die SPD-Abgeordnete Kirsten Lühmann. Der zweite Vertreter für den Landkreis Celle müsse deswegen nicht aus der Kreisstadt kommen.

Die Residenzstadt soll jedoch nicht befürchten, dass sie künftig schlechter in der LHG vertreten wird. „Wir wären doof, wenn wir unser Filetstück – die Stadt Celle – überhaupt nicht zur Geltung kommen ließen“, sagte CDU-Vertreter Ratsch-Heitmann. FDP-Mann Sievers bekräftigte: „Celle an sich ist ein Magnet und diesen besonderen Stellenwert sollten wir nicht außer Acht lassen.“

LHG-Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch wies die Kreistagsmitglieder darauf hin, dass eine Mitgliedschaft der Stadt Celle im Marketingausschuss durchaus möglich sei. Schließlich sei das Gremium nur beratend tätig. Von dem Bruch sieht jedoch ein anderes Problem: „Wir müssen das auch irgendwie Lüneburg gegenüber vertreten können.“ Die Hansestadt ist nämlich ebenso wie der Landkreis Lüneburg in der LHG Mitglied. Den Lüneburgern könne eine Extrawurst für Celle sauer aufstoßen. Der LGH-Chef will vermitteln: „Da steht mir noch ein Ritt bevor.“

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