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Celle Stadt Barilla-Silo in Celler Hafenstraße: Abriss oder Hotel?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Barilla-Silo in Celler Hafenstraße: Abriss oder Hotel?
22:11 22.05.2014
Von Gunther Meinrenken
Speicher Hafenstraße Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Neben der Rathsmühle gibt es noch ein anderes "Problemgebäude", dessen Entwicklung in den vergangenen Jahren noch nicht entscheidend vom Fleck gekommen ist. Die Rede ist vom Silo in der Hafenstraße. Die Celler Grünen bringen das Thema jetzt auf die Tagesordnung. Sie empfinden die Immobilie, die durch Backstein und Stahl besticht, als "störend" für die weitere Entwicklung der Allerinsel.

Alles nur ein Hirngespinst? Das fragen sich die Grünen hinsichtlich der Idee, den Silo, der sich in Besitz von Barilla befindet, zu einem Hotel zu entwickeln. So ist es im städtebaulichen Rahmenplan für die Allerinsel vor Jahren festgehalten worden. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Judith Knabe kann sich indes nicht vorstellen, dass die Immobilie "überhaupt mit überschaubarem finanziellen Aufwand als Hotel herzurichten" wäre.

Den Grünen schwebt etwas gänzlich anderes vor. Sie wollen den Silo abreißen, fragen bei der Stadt vorsichtig an, ob die Verwaltung das Gebäude "überhaupt für erhaltenswürdig" hält. "Der Silo stört. Vielen Flächen, die dahinter liegen, nimmt er die Sicht und auch Licht. Das Gebäude wirft zu viel Schatten", sagt Knabe.

Im Neuen Rathaus hat man noch keine konkreten Pläne für den Silo. Nur eines ist bisher klar. "Das Gebäude hat als Entrée zur Allerinsel städtebaulich einen hohen Identifikationswert. Eine Nachnutzung ist aus unserer Sicht zunächst einmal sinnvoller als ein Abriss", meint Stadtsprecher Wolfgang Fischer.

Ansonsten müsse man "an dieser prominenten Stelle sorgfältig überlegen, wie man etwas Nachhaltiges ins Werk setzt. Dass man mit Phantasie und Kreativität aus einem so ausladenden, hohen Backsteingebäude etwas entwickeln kann, zeigen reizvolle Beispiele aus anderen Städten wie etwa in der Hamburger Speicherstadt", so Fischer.

Fakt ist allerdings zunächst einmal: Ohne Barilla, denen der Silo gehört, wird sich gar nichts entwickeln lassen. "Wir lagern in einem Teil des Speichers Getreide. Allerdings nicht mehr in einem solchen Ausmaß wie in der Vergangenheit", sagt Barilla-Werksleiter Stefan Schroth. Zu Gespächen über die Zukunft des Gebäudes sei man bereit.