Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Barockmusik mit viel Gefühl im Celler Rittersaal
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Barockmusik mit viel Gefühl im Celler Rittersaal
17:06 29.04.2018
Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Celle. Die „Affäre Königsmarck – un vrai mystère d’amour“ hatten Varoujan Doneyan (Violine), Simon Pierre (Violine), Joel Oechslin (Viola) und Lucile Perrin (Cello) das Konzert mit Werken von Jacques Aubert, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven benannt. Zwar nannte das nicht sehr übersichtlich gestaltete Programmheft zusätzlich das Quartetto 1 von Pierre Vachon ( 1738 – 1803), allerdings entfiel es ohne jede Erklärung und ohne Begründung ersatzlos. Schade, denn ein kurzer Hinweis darauf seitens des Veranstalters oder der Künstler hätte dem Gesamtverständnis sicher genauso gut getan wie kurze Moderationen zu den einzelnen Stücken. So reihte man – getrennt durch eine Pause – die drei Stücke fast nahtlos aneinander, ehe man nach Beethovens Quatuor No. 1 aufstand, sich verneigte und für manchen überraschend den Raum verließ. Zu einer kurzen Zugabe ließ man sich dann aber doch noch herbeiklatschen. Was dem Abend so an Atmosphäre fehlte, machten die vier Musiker jedoch musikalisch wieder wett.

Das Ensemble tritt auf barocken Bühnen sowie bei zahlreichen Festivals auf und berücksichtigt dabei den geschichtlichen Kontext dieses im 17. und 18. Jahrhundert entstandenen musikalischen Erbes. In der Tat erlebte man vom ersten Takt an eine feinsinnige, hochmusikalische Wiedergabe mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit im Zusammenspiel auch in den schnellen Läufen und Verzierungen und in wunderbarer Übereinstimmung im Ausdruck. Dabei erreichten die technisch ungemein versierten Instrumentalisten eine Perfektion und mit hoher Musikalität eine Ausgewogenheit im Klang, die nichts Anderes als nur Bewunderung zulässt – Barockmusik mit einem hohen Maß an Gefühl.

Eine Konzentrationsphase zu Beginn von Auberts 5. Symphonie, gewidmet der Marquise de Villeroy, oder eine kurze Verständigung über das zu wählende Tempo gibt es nicht. Alles passiert gewissermaßen wie von selbst. Das „Stradivaria – Ensemble baroque de Nantes“ kommt, sieht und beginnt – fest im Bogenstrich mit oftmals hartem Ansatz, aber auch ungemein zarter Bogenführung und sehr viel Gefühl im Pianissimo; temperamentvoll, musikalisch wandlungsfähig, ausgeprägt im Rhythmus, hoch virtuos und immer in zügig flotten, vorwärts drängendem Tempo. Genau getimt waren die Generalpausen im Beethovenquartett. Der Schlussbeifall des Publikums im gut besuchten Rittersaal verriet Zufriedenheit.

Von Hartmut Jakubowsky

Die Celler erfreuen sich ihres Heilpflanzengartens, der als eines der wenigen Projekte der Expo in Hannover nachhaltige Wirkung entfaltet und als eine Art grüner Leuchtturm bezeichnet werden kann. „KeimCelle Zukunft“ lautete die Überschrift, als die Idee für das heute traumhaft schöne Areal Gestalt annahm. Seit mittlerweile 18 Jahren stellt der Titel seinen Wahrheitsgehalt unter Beweis. Nun wurde die Anlage am vergangenen Samstag von den Vereinten Nationen prämiert.

29.04.2018

Es hätte nicht besser passen können. Die schwedische Popband ABBA kündigte am Freitag ihr Comeback an, während zeitgleich die norddeutsche Band Godewind mit einem Medley der bekanntesten Lieder der Schweden auf der Bühne der CD-Kaserne stand.

29.04.2018

Die Regeln beim Poetry Slam sind eigentlich recht simpel. Bis zu sechs Minuten präsentieren sich die Teilnehmer mit selbstgeschriebenen Texten ohne Requisiten oder Verkleidung auf der Bühne. In der modernen Form des Dichterwettstreits buhlen sie dabei um die Gunst des Publikums.

29.04.2018