Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Beatboxing und Sprechgesang gegen Rassismus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Beatboxing und Sprechgesang gegen Rassismus
17:55 18.04.2013
Von Christoph Zimmer
„Unser Kreuz hat keinen Haken – Gib dem Hass keine Chance“. Bei dem Gottesdienst gegen Rechts vor rund tausend Celler Schülern in der Stadtkirche (großes Foto) sorgten Susanne Polosow, Pia König und Lia Bandemer (von links) für die musikalische Begleitung. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

In einem Gebet warben Emilie Löhle, Kevin Sander und David Wimmi von der Grund- und Hauptschule Hambühren für Respekt und Verständnis. „Wir sind hier, weil wir keinen Bock auf Nazis haben und ein Zeichen setzen wollen.“ Aber alleine hätten viele Angst vor Nazis, sagt Jana Oertel. Gemeinsam mit Lucia Schmitz, Jonas Pachinke und Moritz Schulze machte sie sich selbst und den anderen Schülern Mut, sich Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus nicht gefallen zu lassen. „Wir sind nicht allein und wir halten zusammen. Nazis können uns keine Angst machen.“

Unter dem Motto „Unser Kreuz hat keinen Haken – Gib dem Hass keine Chance“ haben die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Celle, das Schulpfarramt sowie das Hermann-Billung-Gymnasium und die Haupt- und Realschule Hambühren den Gottesdienst veranstaltet. Begleitet von den Schulbands aus Hambühren und Celle, gingen die Schüler der Frage nach: Was geht Rechte Gewalt mich eigentlich an?

In einem Interview mit Pastor Wilfried Manneke aus Unterlüß, der sich seit Jahren in der Initiative „Kirche für Demokratie und Rechtsextremismus“ und anderen Arbeitsgruppen gegen Rassismus engagiert, sprachen die Schüler über die Gefahren rechter Gewalt. Und darüber, wie die Nazis versuchen Kinder und Jugendliche mit ihrer Ideologie zu verführen. „Man muss sich den Nazis mit friedlichen Mitteln in den Weg stellen. Auf den Straßen, in den Parlamenten – einfach überall“, sagte Manneke den Schülern.