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Celle Stadt Beeindruckende Matthäus-Passion in Celler Stadtkirche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Beeindruckende Matthäus-Passion in Celler Stadtkirche
11:48 15.03.2018
Die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach lockte zahlreiche Besucher in die Celler Stadtkirche. Quelle: Oliver Knoblich
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Doch Dirigent Stephan Doormann hatte mit Benjamin Glaubitz einen Mann der Spitzenklasse nachengagieren können: Ein Glücksfall, denn Glaubitz erwies sich als Sänger mit hervorragender Stimme und höchster Musikalität, der auch zum musikalischen Ansatz des Dirigenten passte, nämlich diese Musik auf ihren großen Bogen hin zu gestalten und die Musik aus dem Text heraus zu interpretieren. Auch der sensible und souveräne Bassist Matthias Vieweg als Jesus sang in diesem Sinne wie die stimmschöne Altistin Ivonne Fuchs. Die beiden weiteren Solisten Anja Vegry und Peter Kubik waren hingegen nicht ganz so gut integriert in das Gesamtkonzept der Aufführung.

Der allerwichtigste musikalische Akteur bei der Matthäus-Passion ist der Chor, also die Stadtkantorei selbst. Bei ihr hatte man nie den Eindruck, dass etwas ernsthaft schief gehen könnte. Minimale Pannen hatten keine Auswirkung auf den Gesamteindruck. Schon eher störten gelegentlich unsaubere Oboentöne im ansonsten aber sehr guten Orchester „Ensemble Schirokko“.

Der Kern von Doormanns Bach-Deutung liegt in der Ausdeutung des Textes. Da wiederum sind vor allem die Figuren des Evangelisten und des Jesus gefragt. Da diese Rollen mit Tenor Glaubitz und Bassist Vieweg musikalisch gleichgesinnt und bestens besetzt waren, konnte Doormanns Konzept gar nicht schief gehen. Und dass Doormann ein ungemein gutes Gespür für die Feinheiten der bachschen Musik hat, dass er genauso zu phrasieren wie die richtigen Tempi zu erspüren in der Lage ist, das hob diese Aufführung auf ein enorm hohes Niveau. Doormann fordert immer aufmerksamste Gestaltung ein und bekommt sie auch. Einzig seine Ausdeutung der Choräle war manchmal in ihrer Gleichartigkeit etwas irritierend. Der Chor sang diese zwar in einer wunderbaren Balance aus Intensität und Leichtigkeit, aber dass Doormann ausgerechnet diese Stücke aus dem musikalischen Fluss heraus dirigierte und eben nicht wie sonst aus der Textausdeutung heraus, das war irritierend. Aber möglicherweise ergab sich auch gerade dadurch die große Überzeugungskraft dieser Aufführung. Dass sowohl die zarten Stimmen der Kinder- und Jugendkantorei als auch die des Juventis-Vorchors mit in die Aufführung eingebunden waren, war pädagogisch sehr geschickt.

Von Reinald Hanke

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