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Celle Stadt Bei Apotheken wird der Grippe-Impfstoff knapp
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bei Apotheken wird der Grippe-Impfstoff knapp
18:10 21.11.2018
Von Dagny Siebke
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeimpfung allen Kindern, die ein höheres Risiko für Komplikationen besitzen, weil sie unter bestimmten Vorerkrankungen leiden. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Während ein Großteil der Celler Hausärzte vorgesorgt hat, gehen in den Apotheken die Vorräte der Grippe-Impfstoffe zuneige. Hilmar Krause von der Mohren-Apotheke im Stadtteil Heese sagt: "Im Moment haben wir arge Schwierigkeiten, an Neuware zu kommen. Es ist alles abgegrast. Wir fragen immer wieder bei den Herstellern nach."

Es habe sich die Praxis der Hausärzte bewährt, rechtzeitig große Bestellungen aufzugeben, erzählt Krause: "Doch die Nachfrage ist derzeit größer als gedacht und die Pharmafirmen kommen nicht mehr hinterher." Der Dreifach-Impfstoff sei teilweise noch erhältlich, doch der Vierfach-Impfstoff sei aktuell nicht lieferbar.

Gewinnspiel für AKH-Mitarbeiter

Bei der Vital-Apotheke am Neumarkt heißt es: "Im Moment haben wir noch etwas. Doch langsam wird es bei den Grippe-Impfstoffen eng."

Im März erfasste eine Grippewelle das AKH, weil einige Mitarbeiter gar nicht geimpft waren oder weil viele Mitarbeiter nicht den Vierfach-, sondern den vom Robert-Koch-Institut zunächst empfohlenen Dreifach-Impfstoff erhalten haben. Die Leitung des AKH habe daraus gelernt, sagt AKH-Sprecher Robert Berrisch: "Wir haben eine große Kampagne gestartet, bei der unsere Mitarbeiter tolle Sachpreise, Reisegutscheine sowie Bargeld gewinnen können."

Impfrate bei Hausärzten hat sich erhöht

Für den Grippeschutz der Mitarbeiter im AKH wurden 270 Dosen für den tetravalenten Impfstoff bestellt. Berrisch erzählt: "An drei Tagen hat unsere Betriebsärztin wie am Fließband geimpft." Insgesamt arbeiten rund 1000 Ärzte und Pflegekräfte im AKH. Auch Mitarbeiter, die sich bei ihrem Hausarzt impfen lassen, können am Gewinnspiel teilnehmen. "Die Aktion läuft allerdings noch bis März 2019. Dann können wir genaue Zahlen nennen", so Berrisch. In der Krankenhausapotheke gebe es gerade keine Impfstoff-Vorräte mehr, da die Industrie nicht liefern könne.

Bei einem Großteil der Hausärzte scheint sich der Engpass nicht bemerkbar zu machen. Internist Ralf Aring ist Kreisstellensprecher der Kassenärztlichen Vereinigung in Celle und sagt: "Im Moment haben die Hausärzte noch genügend Impfstoff. Wir haben aus den Erfahrungen im vergangenen Jahr gelernt und rechtzeitig im Sommer vorgesorgt." Allein in seiner Praxis seien schon 350 Menschen geimpft worden. Aring schätzt, dass die Impfrate bei Erwachsenen gestiegen ist.

Landkreis gibt Empfehlungen für Schwangere und Senioren

Der Landkreis Celle rät Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren, Pflegeheimbewohnern oder chronisch Kranken, sich auf jeden Fall impfen zu lassen. Andere Menschen, besonders die viel Kontakt zu anderen Personen haben, sollten die Impfung auch in Erwägung ziehen.

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