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Celle Stadt "Bei E-Mobilität müssen in Celle alle einem Strang ziehen"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Bei E-Mobilität müssen in Celle alle einem Strang ziehen"
19:46 06.03.2017
Falschparker bremsen E-Fahrer: Möglicherweise könne auch die Beschilderung optimiert werden, eine Kombination mit absoluten Haltverbot helfe manchmal Wunder, schreibt Hendrik Surborg. Quelle: Hendrik Surborg
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Obwohl Besitzer eines Autos mit Verbrennungsmotor keinen Stecker für die Ladestationen an der Mühlenstraße und der Kanzleistraße haben, stellen sie häufig ihr Auto ab. Über den Ärger eines E-Fahrers hatte die CZ kürzlich berichtet. Nun bestätigt ein weiterer Fan der Elektromobilität die Erfahrungen. Hendrik Suborg sieht die Stadt Celle und die SVO in der Pflicht, die Herausforderungen der E-Mobilität zu lösen, indem alle Beteiligten am gleichen Strang ziehen.

Surborg schreibt: "Es ist mir ein Rätsel, warum sich die Stadt Celle dem Abschleppen dieser Falschparker verweigert. Hamburg und Berlin sind da nicht so zimperlich und schleppen spätestens dann ab, wenn sich ein Elektroauto-Fahrer bei den Behörden meldet, weil er nicht laden kann." Er bittet daher die entsprechenden Stellen bei der Stadt Celle Kontakt mit den Kollegen in Hamburg und Berlin aufzunehmen, um Erfahrungen auszutauschen. Möglicherweise könne auch die Beschilderung optimiert werden. "Eine Kombination mit dem absoluten Haltverbot hilft manchmal Wunder", so Surborg.

"Fahrer von Elektroautos, und die werden von Tag zu Tag mehr, übernachten übrigens in Hotels, in denen sie nachladen können, speisen in Restaurants, bei denen sie nachladen können, und besuchen und kaufen in Innenstädten, wenn sie dort nachladen können", erläutert Suborg. Über Ladesäulen-Verzeichnisse spreche sehr schnell herum, welche Ladesäulen und damit Städte zu meiden seien. "Das Geld wird dann halt woanders ausgegeben", betont er.

Als Negativ-Beispiel nennt Suborg die Ladesäule an der Kanzleistraße, die ständig zugeparkt sei. Und dort wundere sich die SVO über eine fehlende Ladenutzung, fragt er. Die Ladestation an der Sprengerstraße sei vom Standort her nicht attraktiv. In Peine, Hildesheim oder Hannover dagegen bieten Energieversorger mittlerweile Förderprogramme bei der Anschaffung eines Elektroautos an.

Eine weitere Cellerin schreibt auf der Facebookseite der CZ aus leidlicher Erfahrung an der Ladesäule: "Wenn man Leute, die dort falsch parken, darauf hinweist, sagen sie nur: 'Uns ist das egal, irgendwo muss ich auch parken. Gibt halt ein Knöllchen, na und?'" Das gleiche Prozedere könne sie auch häufig bei den Behinderten-Parkplätzen beobachten.

Ein anderer Nutzer ist der Meinung, dass Elektroautos ein Flop der Autoindustrie und des Staates sind. "Der Staat möchte gerne mehr Elektroautos auf den Straßen sehen, aber in Deutschland gibt es zu wenige Aufladestationen dafür." Die Ladedauer sei noch zu lange und die Reichweite zu niedrig. "Elektroautos lohnen sich zurzeit absolut nicht".

Von Dagny Rößler