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Celle Stadt Beitritt zu Städtekoalition gegen Rassismus verschoben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Beitritt zu Städtekoalition gegen Rassismus verschoben
14:48 28.02.2010
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Kein Wunder, dass vor allem Karsten Moritz (CDU) und Jörg Köntopp (FDP) angesichts des umfangreichen Anforderungskataloges bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses von der Stadt wissen wollten, welcher Aufwand auf die Stadtverwaltung, zum Beispiel bei den Personalkosten, zukommen wird, wenn Celle der Städtekoalition beitreten sollte. „Wir wollen ein Konzept, über das man diskutieren kann“, so Moritz.

Stadtrat Stephan Kassel stellte klar, dass die Stadt bereits viele Punkte aus dem Aktionsplan erfülle. Die Erfüllung des Aktionsplanes sei hingegen nicht mehr Voraussetzung zum Beitritt zur Städtekoalition. Diese würde nun in Form eines Vereines geführt. Mitglieder könnten selbst Schwerpunkte setzen. „Ein Beitritt zum Verein würde einen Image-Gewinn für Celle bedeuten. Ein weiterer Vorteil ist der Erfahrungsaustausch mit anderen Mitgliedskommunen“, meinte Kassel, der darlegte, dass die Federführung für die weitere Arbeit am Aktionsplan beim Referat Integration unter Beteiligung weiterer Dienststellen liegen solle.

Die CDU beantragte trotzdem eine Verschiebung der Beitritts-Entscheidung – man habe, so Moritz, von der Fraktion den Auftrag bekommen, noch einmal über die Angelegenheit zu informieren und kein Mandat für eine Abstimmung bekommen. Bei den anderen Fraktionen stieß dies auf Unverständnis. Juliane Schrader (Grüne): „Der Aktionsplan liegt uns schon lange vor und die Verwaltung sagt, das wuppen wir“, verstand sie die Haltung der CDU nicht. Und Torsten Schoeps (WG) bemängelte, „warum eine Fraktion nicht vorbereitet ist.“ Daraufhin stellte Moritz klar: „Die CDU ist grundsätzlich nicht gegen einen Beitritt. Wir wollen das Thema nur noch einmal tiefer diskutieren.“