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Celle Stadt Bereitschaftsdienstpraxis Celle: Lösungen für Hürden nach Umzug
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bereitschaftsdienstpraxis Celle: Lösungen für Hürden nach Umzug
14:56 20.10.2017
Von Dagny Siebke
Die Bereitschaftspraxis ist von der 77erStraße an den AKH-Eingang in Richtung Wittinger Straße gezogen. Reinhard Siems behandelt außerhalb der Sprechzeiten seiner niedergelassenen Kollegen eine junge Patientin. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

In einer gemeinsamen Erklärung von AKH und Kassenärztlicher Vereinigung (KVN) heißt es: „Der Start der Zusammenarbeit am gemeinsamen Standort am Siemensplatz war bedauerlicherweise von Anfangsschwierigkeiten geprägt.“ Allerdings sei es erfahrungsgemäß immer eine erhebliche Herausforderung, damit alles reibungslos funktioniere. Das erfordere auch andernorts Zeit und Geduld.

„Dies ist sicherlich leider auch den Patienten nicht verborgen geblieben. Umso mehr bemühen sich beide Seiten aktuell zum Wohle der Patienten an entscheidenden Stellen nachzusteuern“, sagen AKH und KVN.

Damit Patienten die Praxis schneller finden, wurde die Beschilderung und Wegeführung innerhalb und außerhalb des AKHs verbessert. Im Gebäude gibt es Schilder mit dem farblich markierten Hinweis „Bereitschaftsdienstpraxis“. Direkt über dem Eingang an der Wittinger Straße prangt ein großes Schild, welches abends beleuchtet ist. Für Autofahrer wurde ein Schild an der Ecke Lüneburger Straße/Wittinger Straße ergänzt.

Zudem haben die Organisatoren einen Flyer entworfen, um den Cellern die Unsicherheit bei der notärztlichen Versorgung im Landkreis zu nehmen. Diese Faltblätter liegen in allen Arztpraxen aus.

Damit Patienten nicht unnötig hin- und hergeschickt werden, gibt es nun weitere gemeinsame Regeln für Bereitschaftsdienst und Notaufnahme. In diesem Papier werden Fälle skizziert, um die gemeinsame Zusammenarbeit konkret zu veranschaulichen.

Ob der Umzug der Bereitschaftsdienstpraxis tatsächlich dazu führe, die volle Notaufnahme zu entlasten, könne man noch nicht sagen, betont AKH-Sprecherin Daphne Ravens. Die Klinikleitung warte noch auf verlässliche Daten.

Celler berichteten der CZ, dass auffallend viele Ärzte Bereitschaftsdienst hätten, die die deutsche Sprache noch nicht ganz beherrschten. Dazu sagt KVN-Geschäftsführer Bernhard Specker: „Es ist zulässig, sich von Kollegen vertreten zu lassen. Dazu müssen sich Ärzte von deren Qualifikation überzeugen. Jedoch liegen mir keinerlei Hinweise auf Beschwerden vor.“