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Celle Stadt Bergen: Ebola-Verdacht bei britischem Soldaten nicht bestätigt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bergen: Ebola-Verdacht bei britischem Soldaten nicht bestätigt
21:18 05.03.2015
Von Christoph Zimmer
Celle

Ein begründeter Verdachtsfall auf Ebola bei einem jungen Soldaten der britischen Streitkräfte in der Kaserne Bergen-Hohne hat sich nach Angaben des Landkreises Celle nicht bestätigt. „Es gibt im Moment keine Hinweise, die auf einen konkreten Ebolafall hindeuten“, sagte Amtsarzt Carsten Bauer vom zuständigen Gesundheitsamt gestern nach Abschluss der Untersuchungen. Nach seiner Rückkehr von einem Einsatz in Sierra Leone, dem neben Guinea und Liberia am schwersten von Ebola betroffenen Land, hatte der Soldat über erhöhte Temperatur und Übelkeit geklagt.

Der junge Soldat aus dem Sanitätsregiment hatte sich gemäß eines internen Warnsystems zunächst bei den Ärzten der britischen Streitkräfte gemeldet, die wegen des konkreten Verdachts auf Ebola den Amtsarzt alarmiert hatten. Gemeinsam untersuchten die Mediziner den Mann auf Symptome wie Fieber, Übelkeit und Durchfall, die die Ansteckung mit der Infektionskrankheit begründet hätten. „Diese Kriterien sind nicht erfüllt“, sagte Bauer. Sicherheit soll eine weitere Blutuntersuchung bringen, deren Ergebnis heute erwartet wird. Dann soll auch klar sein, ob der Soldat womöglich an Malaria erkrankt ist. Das von der Hamburger Feuerwehr bestellte Spezialfahrzeug, das den Erkrankten ins auf Ebola vorbereitete Universitätsklinikum in Eppendorf gebracht hätte, wurde wieder abgesagt.

Inzwischen geht es dem Soldaten wieder besser. Er hat kein Fieber mehr und leidet auch nicht mehr an Übelkeit, so Bauer. Der junge Soldat war am Mittwoch mit einer Militärmaschine von einem Einsatz in Sierra Leone zurückgekehrt. Gemeinsam mit den anderen Soldaten aus dem Flugzeug wurde er von Anfang an in einer Baracke isoliert, um in der maximalen Inkubationszeit von 21 Tagen womöglich auftretende Symptome zu beobachten.

Hugh Pierson, Verbindungsoffizier der britischen Streitkräfte war froh, dass sich der Verdacht nicht bestätigt hat. „Die Erleichterung war sehr groß“, sagte Pierson. Der Eingang zur Kaserne Bergen-Hohne war kurzzeitig abgesperrt.