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Celle Stadt Berufscholeriker privat eher ein ruhiger Typ
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Berufscholeriker privat eher ein ruhiger Typ
15:28 23.11.2018
Gernot Hassknecht, bekannt aus der "heute-show" kommt am 29. November in die CD-Kaserne. Quelle: Alex Sorokin
Celle

"Eigentlich bin ich eher so ein Heinz Erhardt und gar kein Choleriker", beschreibt sich Hans-Joachim Heist selbst. "Hans-Joachim wer?", mag der ein oder andere Leser jetzt denken. Kaum einer kennt ihn bei seinem richtigen Namen. Wirft man allerdings den Namen Gernot Hassknecht in den Raum, dann ist klar: Heist ist der cholerisch schimpfende und schreiende Fernsehnachrichten-Kommentator aus der ZDF-Satiresendung "heute-show".

Privat ist Heist eher der ruhige Typ, das zeigt sich sofort, wenn man sich mit ihm für ein Telefoninterview verabredet. Es ist Dienstagmorgen, 10 Uhr, und Heist begrüßt einen mit ruhiger, sonorer Stimme. Die erste Frage liegt nah: "Haben Sie sich heute schon über etwas aufgeregt?" Man vermutet, es könnte jetzt aus ihm heraussprudeln. "Aber nein", erzählt er. Er habe etwas länger geschlafen, habe den Tag ganz ruhig beginnen lassen, noch keine Zeitung gelesen, keine Nachrichten geschaut und sich daher auch noch nicht aufgeregt.

Ausraster nur beim Autofahren

Überhaupt, Hassknecht und Heist, das sind zwei verschiedene Personen. Während sein Fernseh-Charakter in einer Sekunde von 0 auf 180 hochfahren kann, ist Heist gelassen. Aber ruht nicht auch ein bisschen Hassknecht in ihm? "Nur beim Autofahren", verrät er. Da könne es passieren, dass er andere Autofahrer beschimpft und seine Wut herauslässt. Die Warnung für alle Celler daher: Heist hat vor, mit dem Auto zu seinem Auftritt nach Celle zu kommen. Und getreu dem Namen seines Programms "Gernot Hassknecht live – Jetzt nimmt er‘s persönlich" könnte es für rücksichtslose Verkehrsteilnehmer eventuell eine ganz persönliche Vorstellung geben.

Und wo gerade die Rede vom Straßenverkehr ist: Weiß Heist, was die Celler unter anderem besonders aufregt? Nein, muss er gestehen und nimmt den Tipp, er möge doch einmal das Thema "Ostumgehung" googeln, dankend auf. Man darf also gespannt sein, ob sich die unendliche Geschichte vom Bau der Umgehungsstraße vielleicht sogar in seinem neuen Programm wiederfinden lässt.

Hassreden entstehen im Team

Maßgeblich mitentscheiden dürfte da übrigens der Moderator der "heute-show", Oliver Welke. Seine "Hassreden" entwickelt Heist nämlich nicht selbst und seine Auftritte sind natürlich auch nicht so spontan, wie man vermuten könnte. Die Rolle des Gernot Hassknecht und seine wöchentlichen Wutausbrüche werden im Team entwickelt und geschrieben. Natürlich hat Heist dabei ein großes Mitspracherecht.

Potenzial, über das er sich aufregen kann, gibt es genug, das wird spürbar, wenn man ihn fragt, worüber sich Hassknecht am meisten aufregen kann. Die aktuelle Regierung, die Politik generell, der Diesel-Skandal – ohne Luft zu holen, kann er unzählige Themen nennen. Und in diesem Moment kommt dann doch etwas Hassknecht in Heist hoch.

Gernot Hassknecht tritt am Donnerstag, 29. November, ab 20 Uhr in der CD-Kaserne auf. Beim Kauf einer Karte (27,40 Euro) im Ticketshop der CD-Kaserne erhält man ein zweites Ticket kostenfrei dazu solange der Vorrat reicht.

Von Birgit Stephani

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