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Celle Stadt Bestandsaufnahme im Integrationsausschuss
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bestandsaufnahme im Integrationsausschuss
17:26 25.06.2012
Celle Stadt

Integration ist ein Thema für große Worte, umfangreiche Kooperationsverträge, zielstrebige Projektpläne. Das hat man auch in Celle längst begriffen und in Worte, Verträge und Projekte gekleidet. Sogar ein Ausschuss ist eingerichtet worden. In dieser Woche tritt er zum vierten Mal zusammen. Dabei werfen Politik und Verwaltung einen Blick auf ihre Integrationsarbeit. Themen: Die Kooperationsvereinbarung mit dem Ezidischen Kulturzentrum (EKZ), das Projekt „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ und Sprachangebote für Flüchtlinge.

Gerade Letztere sind es, die in der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt und den EKZ betont werden. 2008 wurde der Vertrag geschlossen. Die darin beschlossene Projektarbeit einer Arbeitsgruppe soll vor allem die Sprachangebote in Celle verbessern, sowie Bildungs- und Jobchancen junger Eziden.

Das Bildung wichtig ist und erfolgreich wirken kann, zeigt auch der Integrationsbericht der Bundesregierung, der morgen verabschiedet werden soll. Maria Böhmer, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, lobt darin, dass immer mehr Kinder aus Migrantenfamilien Krippen und Kindertagesstätten besuchen, berichtete die „Welt am Sonntag“. Entscheidend für den Erfolg: Die deutsche Sprache muss früh gelernt werden.

Sprachkurse gibt es in Celle schon in den Kindertagesstätten. An der Bundesinitiative „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“ nehmen bereits zwei Kindertagesstätten teil: Die Kita in der Bahnhofstraße in Neuenhäusen und die Kita Neustädter Holz in Neustadt/Heese. Seit April 2011 gibt es dort auch speziell geschulte Sprachförderkräfte, heißt es im Bericht der Verwaltung. Andere Träger bieten ebenfalls Kurse an, zum Beispiel die Volkshochschule, die Grundschulen Hehlentor und Neustadt, oder das Mehrgenerationenhaus.

Der Integrationsausschuss trifft sich am Mittwoch, 27. Juli, um 17 Uhr im Ezidischen Kulturzentrum, An der Koppel 21. Die Sitzung ist öffentlich.

Von Isabell Prophet