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Celle Stadt Bilanz der Celler Feuerwehr: 40 Prozent mehr Einsätze in 2013
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bilanz der Celler Feuerwehr: 40 Prozent mehr Einsätze in 2013
15:57 27.01.2014
Von Oliver Gatz
Der alte und neue Ortsbrandmeister Bernd Müller (Mitte) mit seinen beiden Stellvertretern Jan Höner zu Guntenhausen (links) und Uwe Wiechmann.
Celle Stadt

Die Kameraden der Feuerwehr-Hauptwache hatten im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun. Nicht nur die Hilfeleistungen durch das Hochwasser und die Sturmschäden in Celle nahmen deutlich zu, nämlich von 73 auf 152 Einsätze, sondern auch die Zahl der Brände stieg deutlich von 95 auf 139. Hinzu kamen 83 Alarmierungen zu Brandmeldeanlagen und fünf Löschhilfen mit Sondergeräten wie Schlauchwagen, Drehleiter oder Wärmebildkamera.

„Die zunehmende Anzahl von Früherkennungen der Brandmeldeanlagen sondiert oftmals kleine Entstehungsbrände, die ohne das Vorhandensein von Rauchmeldern nicht so glimpflich ausgegangen wären“, sagte „Altstadtbrandmeister“ Bernd Müller am Sonnabend vor mehr als 180 Feuerwehrleuten bei der jährlichen Mitgliederversammlung. Der Rat der Feuerwehr ist daher eindeutig: Jeder private Haushalt und jedes Unternehmen sollte präventiv tätig werden. Eine moderne Musterbrandmeldeanlage steht den Firmen zur Demonstration in der neuen Wache am Herzog-Ernst-Ring zur Verfügung.

Bei den Bränden kamen zwei Menschen ums Leben – einer davon im Hehlentorgebiet. Hier kam, wie auch im anderen Fall, die Feuerwehr leider nicht mehr rechtzeitig. Dies mache den Kameraden sehr zu schaffen, sagte Müller, der erneut die Bedeutung des Nordwall-Ausbaus ansprach. Er erinnerte auch an die mehrtägigen Hochwasser-Einsätze an der Elbe: "Obwohl 130 Kameraden dort waren, gelang es uns in dieser Zeit zwei Großfeuer schnell und sicher in den Griff zu bekommen." Das zeige, wie leistungsfähig die Celler Feuerwehr sei.

Mit 160 aktiven Feuerwehrleuten hat die Hauptwache einen neuen Höchststand erreicht. „Wir freuen uns über den regen Zulauf gerade junger Leute", sagte Müller. Sorge bereitet ihm hingegen die Zahl der finanziellen Förderer. Nur 39 Bürger und Unternehmen tragen mit einem freiwilligen Mitgliedsbeitrag zur Unterstützung der vielfältigen Aufgaben bei. "Viel zu wenige für eine Stadt mit so vielen Betrieben und Einwohnern", so der Ortsbrandmeister. „Wenn nur 100 Bürger sowie Firmen sich in diesem Jahr zu einem Beitritt entscheiden könnten, wäre die Anschaffung von warmen Pullovern für den Winter gesichert."

Mit großer Mehrheit wurde Ortsbrandmeister Müller für eine weitere Amtszeit gewählt. Befördert wurden Lara Burneleit, Philipp Giesecke, Mirko Bunge, Tobias Krassel, Michael Plaschke, Marcus Symansky, Jörg Timme, Andre Möllendorf, Rolf Schrader, Florian Persuhn, Björn Müller, Ronny Retzlaff, Jan Höher zu Guntenhausen und Arne Rehkopf.

Für seine 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurde Uwe Reinholz geehrt. Hans-Jürgen Wagner schied nach 41 Jahren aus dem aktiven Dienst aus.