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Celle Stadt Bildungsrallye durch Afrika ist fast am Ziel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bildungsrallye durch Afrika ist fast am Ziel
18:09 11.02.2015
Von Carsten Richter
Celle Stadt

In Namibia ging es los, mehr als 3000 Kilometer Fahrt liegen schon hinter ihnen – und das ganz ohne Panne: Nachdem sich die vom Celler Pastor Peer-Detlev Schladebusch mitorganisierte „Go4School Bildungsrallye“ durch Afrika zunächst wegen Terrorgefahr und der Ebola-Epidemie verschoben hatte, sind mittlerweile alle 46 Teilnehmer wohlbehalten in Lusaka, der Hauptstadt Sambias, angekommen. In einem Bericht an die Cellesche Zeitung zeigt sich Schladebusch begeistert von Land und Leuten.

„Wir waren fasziniert von den Begegnungen mit den Menschen in Namibia“, so Schladebusch. „Sie haben uns herzlich empfangen und konnten vielfach auch gut Deutsch sprechen.“ Das hänge sicherlich mit der Prägung durch die frühere Kolonie Deutsch-Südwest sowie mit dem Engagement christlicher Missionare zusammen, meint der Pastor. So habe eine Farm, auf der sie übernachtet hätten, ihren Ursprung 1895 in der Rheinischen Missionsgesellschaft. Mit der Urbarmachung des Bodens und der landwirtschaftlichen Entwicklung sei auf 12.000 Hektar eine Lebensgrundlage für viele nicht-sesshafte Familien geschaffen worden, berichtet Schladebusch. Die seit 1968 privatisierte Farm stelle noch heute eine „Oase der Gastfreundschaft“ dar, so der Celler. „Einer der Kellner spricht perfekt Deutsch und hat uns die Geschichte der Menschen in dieser Region erzählt.“

Ziel der Tour ist Malawi im Südosten des Kontinents. Die Reise, die von Namibia aus durch Wüstensandpisten, Savannen und über Dschungelpfade führt, hat einen ernsten Hintergrund: Die „Go4School Bildungsrallye“, eine Aktion der christlichen Stiftung Opportunity International, ist zugunsten der Bildung von Kindern in ländlichen Regionen Malawis. Dort soll die Reise nach zwei Wochen am kommenden Samstag enden. Die Geländewagen, mit denen die 17 Teams seit dem 31. Januar unterwegs sind, sind beklebt mit den Logos deutscher Firmen und Fußballvereine. Im Anschluss an die Rallye werden die Fahrzeuge für einen guten Zweck versteigert. Der Erlös kommt der Schulausbildung von Kindern in Malawi zugute.

Auf ihrer Fahrt erleben die Teilnehmer der Tour nicht nur faszinierende Einblicke in die afrikanische Natur und Kultur, sondern sie werden auch mit großer Armut konfrontiert: „Über 80 Prozent Arbeitslosigkeit und hoher Drogenkonsum machen eine gute Entwicklung der Kinder nahezu unmöglich“, erklärt Schladebusch nach der Führung durch ein Kinderheim in Namibia. Wie wahr sei doch der Ausspruch des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan, meint der Celler Pastor: „Bildung ist die Brücke von der Armut zur Hoffnung.“

Weitere Informationen und Bilder zur „Go4School Bildungsrallye“ unter www.oi-aktion.org.