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Celle Stadt Bläserensemble „Celler Nachtmusique“ begeisterte beim Benefizkonzert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bläserensemble „Celler Nachtmusique“ begeisterte beim Benefizkonzert
15:18 28.08.2017
Das Bläserensemble „Celler Nachtmusique“ begeistertebeim Benefizkonzert in der Neuenhäuser Kirche. Quelle: Michael Schäfer
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Im Mittelpunkt standen dabei Schumanns „Waldszenen“, eine Hinwendung zur damals tendenziell biedermeierlichen „Hausmusik“, eine Poesie der romantischen Avantgarde. Das ursprünglich für Klavier geschriebene neunteilige Werk ist quasi ein musikalischer Spaziergang durch die Sehnsuchtslandschaft Wald. Der tonmalerische Bereich vom Gesang der Vögel über das Rauschen der Blätter und das Plätschern der Quellen bis hin zum Jagd- und Hörnerklang beinhaltete Heiterkeit und Depression, Zärtlichkeit und Aggressivität: Hier heiter-beschwingte Idylle und gelöste Atmosphäre, dort melancholische Stimmung und ein wehmütiger Nachklang, aber auch spukhafte Momente, eine Kulisse, die den Wald nicht nur als harmonisierenden Sehnsuchtsort beschreibt, sondern auch bedrohliche Momente wie in Grimms Märchen assoziiert.

Die nach der Pause aufgeführte „Petite Symphonie“ von Charles Gounot wiederum, ein spätromantisch geprägtes, fast lyrisches Werk, das vor allem der Querflöte viel Raum für melodiöse Entfaltung gibt, hatte etwas Gemütliches. Mit Brillanz und spielerischer Leichtigkeit betonten die Interpreten die lichte Transparenz und den sanften Charme der Komposition.

Von Rolf-Dieter Diehl