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Celle Stadt Blick auf expressionistische Gefühlswelt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Blick auf expressionistische Gefühlswelt
13:12 04.12.2018
Wassem Alahmad vor einem seiner neuesten Bilder. Quelle: Doris Hennies
Celle - Heese

Es sind „alte“ und neue Bilder des Künstlers Wassem Alahmad (32), die bei Wandliebe, dem Tapetenladen plus Museum von Marianne und Heinrich Stumpf, aktuell ausgestellt werden. Viele davon sind schon in den Schaufenstern zu sehen – eine eigene Art 24-Stunden Galerie –, andere erwarten die Besucher zwischen Tapetenmustern und dafür freigemachten Wänden im Laden, über zwei Stockwerke verteilt. Es sind moderne Malereien, „expressiv“, wie der Maler betont. Er hat sich von der Seele gemalt, was ihn bedrückte – düster, dunkel, blutig, voll von Furcht und Gewalt die älteren – meist Öl auf Leinwand. Teils noch figürlich erahnbar – freigelassen auch mal optisch herausgebrüllt, schon im Erschaffen: zergliederte Flächen, gekratzte Struktur, grobe Spachtelführung ...

Die Bilder aus neuerer Zeit sind anders, sind verinnerlichter, beschäftigen sich neben Verlust mit der eigenen Sehnsucht, zeigen sogar schon im Titel einen Ansatz von Humor („Yoga um 8 Uhr“) und Ironie („Fehlinterpretation“). Es ist die in Werken manifestierte Entwicklung von Nachhall zu vorsichtiger Hoffnung, einem Neuanfang, einem Die-Fühler-Ausstrecken nach dem, was kommen könnte und sein wird. Wünsche nach Beziehung, Lust, Geborgenheit – nach ankommen und Familie, die in Alahmads Bildern anklingen. Sein Weg führte ihn über Umwege nach Celle. Seit einem Jahr und zwei Monaten lebt er jetzt hier. Seine erste Ausstellung – ebenfalls bei Wandliebe – fand schon statt, bevor er selbst nach Celle gekommen ist. Sein Bruder hatte den Kontakt hergestellt und die Präsentation ermöglicht – eine Auswahl aus 60 Kilogramm eingerollter, bemalter Leinwand, die Wassem Alahmad im sonst spärlichen Gepäck bei sich hatte, als er aus Syrien ankam. Seine Bilder wollte, ja, konnte er nicht zurücklassen. „Es ist mein Inneres – das, was mich trifft, beschäftigt, ausmacht – darin enthalten. Erinnerungen und Erfahrungen, die ich nicht verloren geben wollte“

„Der Augen-Blick des Todes“ hatte er seine erste Ausstellung genannt. Die neue hat keinen Titel – aber die Vernissage hat man mit einer gemütlichen „Teestunde“ offiziell eingeleitet. Vielleicht auch, weil der Künstler jetzt immer experimentierfreudiger mit Tusche, verdünnter Acrylfarbe, Kaffee und Tee arbeitet. Sein Schaffensdrang hat eben erst „eine neue Form, einen neuen Stil“ geboren – rund 50 neue Werke sind so entstanden, die in der aktuellen Ausstellung noch gar nicht gezeigt werden. „Das ist ja das Spannende, diesen Weg zu sehen“, sagt Marianne Stumpf.

Von Doris Hennies

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