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Celle Stadt Blumläger Ortsrat will neuen Frischemarkt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Blumläger Ortsrat will neuen Frischemarkt
15:59 22.09.2017
Von Michael Ende
Quelle: Rolf Vennenbernd
Celle Stadt

„Nach dem Scheitern des Großmarktes, der mit seinem Non-Food-Warenangebot für die Belebung der Altstadt ein erhebliches Risiko darstellte und die Verkehrsbelastung gravierend erhöht hätte, muss das Areal nun völlig neu konzipiert werden“, fordert Tim Übermuth (CDU), Ortsbürgermeister der Blumlage/Altstadt. „Aus meiner Sicht müssen wir auch jungen Familien und Alleinerziehenden die Chance auf innenstadtnahes, bezahlbares Wohnen einräumen.“ Dafür wären Wohnbauprojekte anzustreben, die mit einem Erstellungspreispreis von maximal 2400 Euro pro Quadratmeter und einem Mietpreis von bis zu 10 Euro pro Quadratmeter realisiert werden sollten.

„Darüberhinaus wollen wir den Sorgen der Anwohner des Quartiers Wehlstraße/77er Straße und der Blumlage Rechnung tragen, die dringend einen fußläufig erreichbaren Frischemarkt benötigen“, sagt Übermuth. Auf dessen Initiative forderte der gesamte Ortsrat im Rahmen eines vom Ortsrat einstimmig auf den Weg gebrachten Antrags die Stadtverwaltung auf, die baurechtlichen Bedingungen für einen solchen Frischemarkt zu schaffen.

Als „scheinheilig und unglaubwürdig“ hat Stephan Ohl (Grüne) die neuesten Aussagen und Anträge der E-Center-Gegner bezeichnet. „Sich jetzt hinzustellen und einen Nahversorger an der 77er Straße zu fordern, zeugt von völliger Unkenntnis der Sachlage. Gerade die FDP, die in der Vergangenheit die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentren-Konzeptes gefordert hat, kann die fast fertig gestellte Version jetzt vor den Wahlen nicht abwarten.“

Als „dreist“ bezeichnet Ohl die CDU-Idee, sich auf „das veraltete Cima-Konzept von 2010 zu berufen und einen 800 Quadratmeter großen Nahversorger auf dem alten Postgelände an der 77er Straße anzudenken.“ Einen Nahversorger bräuchten die Blumläger nicht, denn den gebe es bereits mit dem Penny- und dem Nettomarkt, so Ohl: „Der mit 8300 Einwohnern zweitgrößte Ortsteil der Stadt braucht einen Vollsortimenter mit frischen, regionalen Waren und keinen weiteren Mini-Markt.“