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Celle Stadt Bode setzt sich für Jobs in Celle ein
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bode setzt sich für Jobs in Celle ein
17:05 30.03.2012
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Fracking ist eine Methode der Tiefbohrtechnik. Dabei werden durch Einpressen einer Flüssigkeit in eine Erdkrustenschicht Risse erzeugt. Ziel ist es, die Durchlässigkeit in der Gesteinsschicht zu erhöhen. Fracking wird beim Abbau von Erdgas und Erdöl sowie zur Vorbereitung der Nutzung von Geothermie angewendet.

Deutschland sollte den fossilen Brennstoff nicht nur aus Russland beziehen, sondern auch die heimische Produktion unterstützen und dadurch Arbeitsplätze sichern, forderte der Minister. Bode verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Celler Bohrindustrie. „Celle ist weltweit bekannt“, bezog sich der Minister auf das hiesige Knowhow. Er werde nicht nachlassen, die Arbeitsplätze in Celle vor haltlosen Behauptungen zu schützen. Die zukunftsträchtige Tiefengeothermie sei nur mit dem Wissen der Unternehmen zu realisieren, so Bode.

Der Minister machte deutlich, dass das Landesbergbauamt bei einer möglichen Gefährdung des Trinkwassers keine Genehmigung für Bohrungen erteilen werde. Bei Erdgasbohrungen müssten alle wasserrechtlichen und naturschutzrechtlichen Belange berücksichtigt werden, sagte Bode.

Kritiker befürchten, dass beim Fracking-Verfahren ungewollt Risse in Gesteinsschichten gesprengt werden, durch die giftige oder salzige Flüssigkeiten oder Methangas ins Grundwasser gelangen. Die Folge: Das Trinkwasser wäre verseucht und müsste teuer gereinigt werden. Zudem könnten Fracks Erdstöße auslösen, die an der Oberfläche zu Schäden führen. Angesichts der Umweltrisiken hat die Gemeinde Bissendorf im Landkreis Osnabrück jüngst eine Resolution gegen die geplante „unkonventionelle“ Erdgasförderung des Unternehmens ExxonMobil verabschiedet.