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Celle Stadt Bode weist Vorwürfe von sich
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bode weist Vorwürfe von sich
19:45 12.02.2012
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. Er habe sich nicht in die Straßenplanung der B3-Ortsumgehung in der Nähe seines Hauses in Groß Hehlen eingemischt, teilte Bode am Sonnabend über seinen Sprecher in Hannover mit. Bode befindet sich derzeit auf einer Dienstreise in China. Die CZ hatte berichtet, Bode habe die kritische Prüfung einer Trasse durch seine Behörde angekündigt.

Anwohner aus der Nachbarschaft Bodes protestieren gegen die Trasse, weil sie unter anderem eine Wertminderung ihrer Immobilien befürchten. Bodes Ministeriumssprecher Christian Budde sagte: "Es gab durch Jörg Bode keine Einflussnahme auf die Landesbehörde zur Trassenfindung der Ortsumgehung Groß Hehlen und wird auch zukünftig keine geben. Minister Bode hat von der Entscheidung, auf welcher Trasse die Ortsumgehung realisiert wird, keinen persönlichen Vorteil." Die Nordwest-Zeitung (NWZ) berichtete am Sonnabend, dass Bodes Ministerium die von Landespolitikern gegen ihn geäußerten Vorwürfe des Amtsmissbrauchs und der Vorteilsnahme „absurd“ genannt habe. In der vergangenen Woche hatte es in einer von der Celler FDP verbreiteten Erklärung geheißen, Bode wolle sich hinsichtlich der Trassenführung bei Groß Hehlen für eine bürgerfreundliche Lösung einsetzen. Die NWZ zitierte Bodes Ministerium am Sonnabend wie folgt: „Bode ist es egal, wo die Trasse verläuft."

„Es ist nicht in Ordnung, sich ohne jedwede inhaltliche Grundlage an die Presseöffentlichkeit zu wenden, um zu schauen, ob vielleicht ein wenig von dem Mist hängen bleiben könnte, mit dem man schmeißt", sagte Bode gestern, nachdem ihn der Celler SPD-Landtagsabgeordnete Rolf Meyer wegen seines Engagements kritisiert hatte: "Wenn Herr Meyer den Mut hätte, statt haltloser Vermutungen handfeste Behauptungen auszusprechen, bin ich sofort bereit, das auch gerichtlich klären zu lassen."

Die gegen ihn geäußerten Vorwürfe seien "haltlos" – unter anderem, weil er weder von der bestehenden noch der zukünftigen B3 persönlich betroffen sei, so Bode: "Ich lebe in Groß-Hehlen, aber östlich der alten B3 und bereits jetzt gibt es keine Beeinträchtigungen durch Straßenlärm auf meinem Grundstück. Davon kann sich jeder vor Ort überzeugen. Beide möglichen Trassen-Varianten liegen nun noch weiter entfernt von meinem Haus und haben keinerlei Einfluss auf den Lautstärkepegel und den Wert meines Grundbesitzes."

Trotz dieser aus seiner Sicht "eindeutigen Situation" sieht sich Bode nun plötzlich mit dem Verdacht des Amtsmissbrauchs konfrontiert: "Es herrscht offenbar derzeit eine Atmosphäre, in der Anschuldigungen einfach nur ausgesprochen werden müssen, um öffentlich Gehör zu finden. Es ist gut und richtig, wenn Missstände von Opposition und Medien aufgeklärt werden – darin besteht absolut kein Zweifel. Diese müssen aber eine Basis haben." In seinem Fall treffe dies nicht zu, so der Minister.