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Celle Stadt Bomann-Museum öffnet wieder am 26. Oktober
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bomann-Museum öffnet wieder am 26. Oktober
17:19 27.09.2013
Von Andreas Babel
Restauratorin Nicole Bogdahn trocknet ein Exponat, einen Rechen. Die Büste zeigt Albrecht Thaer, der Reifen umrahmt eine landwirtschaftliche Szene. Quelle: Alex Sorokin (3)
Celle Stadt

Die Elektriker prüfen Verbindungen hinter dem grünen Tresen im Foyer. Im Ausstellungsbereich „Leistung, Streik und Gastarbeit – Perspektiven der Arbeit“ trocknet Restauratorin Nicole Bogdahn einen Holzrechen mit Hilfe eines großen Föhns. Dieser Bereich ist einer von dann sieben, die am 26. Oktober erstmals in ihrer Gesamtheit der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Tags darauf gibt es im Rahmen eines Tages der offenen Tür ein großes Programm mit Führungen, die zu bestimmten Themen alle Viertelstunde das verwinkelte Museum erschließen. Bis dahin ist das Bomann-Museum allerdings komplett geschlossen.

Was erwartet den Besucher? „Wir haben den Menschen mit seiner Veränderlichkeit in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen gestellt und die Objekte um ihn herumgruppiert“, erläutert die pädagogische Mitarbeiterin Hilke Langhammer, die Herangehensweise, die man getrost antropologisch nennen kann. Jeder Bereich kommt in frischen Farben daher – grün beispielsweise der Bereich der Arbeit, passend zur Heideblüte lila der Bereich „Gemalt, besungen, bereist – Die Entstehung der Heide“. Hier gibt es ein spannendes Aufeinandertreffen zwischen dem Heidedichter Hermann Löns und dem Bargfeld-Denker Arno Schmidt sowie von Malern verschiedener Herkunft, die immer wieder die schöne Heide in Szene setzen.

An allen Ecken und Enden findet man moderne Technik, hier kann man eines von bislang fünf Interviews mit Eziden anschauen, hier kann man einen Spind öffnen, in dem Exponate platziert worden sind. Das Klavier im Biedermeier-Bereich ist mit drei Stücken bespielt worden, die man abrufen kann.

„Ein Rundgang ist fast nicht möglich. Jede Abteilung ist für sich abgeschlossen. Sie können sich ja in jedem Bereich zwei bis drei Stunden aufhalten“, meint Langhammer. Eine weitere Neuerung wird die Chronologie sein, die im ehemaligen Museumscafé untergebracht sein wird. Dieser Raum kann auch Ausgangspunkt jeder Stadtführung werden, denn der Zugang ist kostenlos. Der Eintritt ins komplette Museum wird übrigens jeden Freitag kostenlos bleiben.

Bis zur Eröffnung stellen wir in der CZ die einzelnen Abteilungen des Bomann-Museums vor.