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Celle Stadt Bomann-Museum plant Ausstellung über Hermann Hoffmann
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bomann-Museum plant Ausstellung über Hermann Hoffmann
15:39 26.02.2010
Marlies Schröder, Renate Hoffmann, Museumsdirektor Dr. Jochen Meiners und Frank-Peter Densau vom Freundeskreis Hermann Hoffmanns "Sender Zitrone" sind gespannt auf die Erinnerungen der Celler an den Schwarzfunker und Radiomann Hermann Hoffmann. Quelle: Joachim Gries
Celle Stadt

Längst sind die Vorbereitungen für die Schau angelaufen, die ab Mai 2013 für ein halbes Jahr präsentiert werden soll. Alle Celler, die sich noch an die Anfänge der Hoffmann'schen Rundfunk-Karriere mit dem Schwarzsender „Radio Zitrone“ erinnern, der Mitte der 1950er Jahre aus dem Dachgeschoss der Königin-Bar in der Celler Neustadt funkte, können zum Gelingen der Ausstellung beitragen.

Die Zeitzeugen sollen die Schau auf knapp 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Bomann-Museum bereichern. Und zwar mit Celle-spezifischen Exponaten, die über das hinausgehen, was bereits 2007 im Stadtmuseum Burgdorf über den Schöpfer der „Kleinen Dachkammermusik“ oder des „Reißwolfs“ zu sehen und zu hören war. Frank-Peter Densau aus Göttingen, als freiberuflicher Ingenieur tätig, hatte vor drei Jahren mit weiteren Hoffmann-Fans eine Schau zusammengetragen, die an sechs Wochenende mehr als 1600 Besucher anlockte.

Diese Exponate werden auch in Celle zu sehen sein, aber eben noch ein bisschen mehr. Meiners schwebt vor, die Dachkammer nachzubauen, aus der Hoffmann 1955 mehrere Monate sendete, ehe die Staatsmacht den Schwarzfunker abstellte. „Das wird ein Renner werden, damit können wir das Celler Publikum sehr gut einfangen“, ist Meiners überzeugt. Auch wenn die Ausstellung für das Bomann-Museum eher untypisch sei, weil es sich bei Hoffmann um eine Person drehe, die sich überwiegend über Musik ausgerückt habe.

Viel werden die Besucher über die Ohren erfahren, Densau, der an den Vorbereitungen stark beteiligt ist und bereits mehrere Treffen mit Meiners hinter sich hat, schwebt eine Art „Hörbar“ im Ambiente der 50er Jahre vor, an der die Besucher vielleicht vor alten Radios erlauschen können, was Hoffmann, der später in seinen unzähligen Sendungen für den Westdeutschen Rundfunk in viele Rollen schlüpfte, Lieder komponierte und vertonte, in seinem Profi-Studio in Burgdorf für die Ausstrahlung aufzeichnete.

Meiners plant auch ein anspruchsvolles Rahmenprogramm für die Ausstellung und möchte Hoffmanns ehemalige Kollegen und Fans wie Olli Dittrich oder Manfred Hausin, Dietrich Kittner oder Thorsten Laussch für Veranstaltungen in Celle gewinnen. Bei Udo Jürgens, Karl Dall oder Otto Waalkes dürfte das schon schwieriger sein.

Hoffmann starb 1997 nach einer Krebserkrankung. Er wäre in dieser Woche 82 Jahre alt geworden. „Hermann würde sich irrsinnig über die Ausstellung freuen“ sagt seine Witwe Renate Hoffmann. „Er war ein ganz tolle Mann“, erinnert sich Schröder, die als Zeitzeugin den Stein ins Rollen brachte.

Wer mit Erinnerungen oder Exponaten zur Ausstellung beitragen möchte, wird gebeten, sich mit dem Bomann-Museum in Verbindung zu setzen, s (05141) 12372, E-Mail:

bomann-museum@celle.de

Hermann Hoffmann 1955 im Studio des Schwarzsenders „Radio Zitrone“.

Marlies Schröder, Renate Hoffmann, Museumsdirektor Dr. Jochen Meiners und Frank-Peter Densau vom Freundeskreis Hermann Hoffmanns „Sender Zitrone“ sind gespannt auf die Erinnerungen der Celler an den Schwarzfunker und Radiomann Hermann Hoffmann. Foto: Gries

Von Joachim Gries