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Celle Stadt Brahms in höchstem Maße
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Brahms in höchstem Maße
11:50 25.04.2018
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Celle Stadt

Die Rede ist vom Noga Quartet und dem Konzert dieses Ensembles im Beckmannsaal mit dem Streichquartett op. 51,1 in c-moll von Brahms und dem Quartett op-127 in Es-Dur von Ludwig van Beethoven. Beide Werke sind auf ihre jeweils unterschiedliche Weise Herausforderungen für jede Formation, für junge Ensembles wie dieses ganz besonders. Wie die Herausforderung gemeistert wurde, war erstaunlich, denn es erwies sich, dass die vier noch jungen Musiker mit enormer Reife gesegnet sind. Und diese einerseits zwar ausspielen, andererseits aber mit voller Emotionalität und klarem Geist bei der Sache sind.

Sehr auffällig ist, dass das Noga Quartet wie so viele junge Streichquartette fast ohne Hierarchie auskommt. Der erste Geiger Simon Roturier macht zwar einen wirklich guten Job, aber er führt nur phasenweise. Und er ist auch im Klanglichen nicht dominant. Joan Bachs am Cello ist auch kein Musiker, der sich in den Vordergrund drängt. Selbst derjenige, der am häufigsten das Quartett zusammenzuhalten und zu prägen scheint, Bratschist Avishai Chameides, ist keiner, der auffallen zu müssen glaubt.

Und dann ist da noch Lauriane Vernhes, die zweite Geigerin. Sie hält sich grundsätzlich erst einmal zurück, legt ihr Spiel ganz darauf an, sich klanglich einzufügen, tritt aber dann doch immer wieder in den Vordergrund mit gekonnter musikalischer Gestaltung. So entsteht ein sehr fein auf einander abgestimmter Quartettklang, der immer in sich flexibel bleibt. Und sowohl beim Brahms als auch beim Beethoven gelingt es den vier Instrumentalisten, sehr tief in die Partituren einzutauchen und ihre musikalischen Vorstellungen mit größter Intensität dem Publikum zu vermitteln.

Besonders der Brahms lag dem Quartett in höchstem Maße. Es nahm diese Musik zwar ernst, aber überzog nicht ins Dramatische, sondern tarierte die zu vermittelnden Strukturen und die Musik gewordenen Gefühle bestens aus. Da geriet nie etwas zu übertrieben oder zu dezent. Da stimmte annähernd alles. Beim Beethoven war man zwar auch positiv angetan vom Spiel der Nogas, aber manchmal hätte man sich da doch noch ein wenig mehr Mut zu den für Beethoven so typischen Extremen dieser Musik gewünscht. Aber auch so begeisterte das Noga-Spiel im erfreulicherweise gut gefüllten Beckmannsaal.

Der sechste Satz aus Thomas Adés Streichquartett „Arcadiana“, eine dezent moderne, zeitgenössische Schlafmusik ließ die Lust auf mehr Noga-Klänge noch größer werden. Den Namen dieses Quartetts muss man sich merken.

Von Reinald Hanke

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