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Celle Stadt Britenabzug:
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Britenabzug:
17:31 03.02.2012
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Die Federführung bei KonRek liegt beim ungleich härter vom Britenabzug betroffenen Heidekreis. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Celle, dem Gemeindefreien Bezirk Lohheide, der Stadt Bergen, der Stadt Bad Fallingbostel und nicht zuletzt Celle sollen hier Strategien entwickelt werden, um sowohl den Abzug der britischen Streitkräfte als auch die Folgen der Bundeswehrreform möglichst gut zu meistern.

Insgesamt kostet das Projekt 240.000 Euro und läuft bis zum Jahr 2014. „Der Anteil der Stadt wird sich auf 7500 Euro belaufen“, teilte die Verwaltung im Bauausschuss mit. Dafür würde in KonRek auch die Hohe Wende unter die Lupe genommen. Dort wartet jede Menge Arbeit auf die Stadt. Grund genug für die SPD, einen Konversionsbeauftragten einzustellen. Doch im jüngsten Finanzausschuss wollten die anderen Fraktionen diesem Antrag nicht so ohne weiteres zustimmen.

Bernd Zobel von den Grünen fehlte etwa eine genaue Aufgabenbeschreibung für diese Stelle. Heiko Gevers, Fraktionsvorsitzender der CDU, merkte an, dass sich ein Konversionsbeauftragter letztlich mit einem Gelände beschäftigen würde, das der Stadt gar nicht gehöre und folglich auch keine Entscheidungen über darüber treffen könne. Doch Jens Rejmann (SPD) wollte dem nicht folgen: „Wir können uns über den Zeitpunkt streiten, aber wir werden nicht darum herum kommen, uns mit dem Gelände zu beschäftigen. Ohne Planung der Stadt funktioniert dort gar nichts“, meinte Rejmann. Jetzt soll sich der Verwaltungsausschuss am Dienstag noch einmal mit dem SPD-Antrag beschäftigen.

Ein weiteres indirektes Problem des Britenabzugs, der in Celle bis spätestens Anfang August über die Bühne gegangen sein, sind die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Derzeit werden 247 bundeseigene Wohngebäude und 73 angemietete Wohneinheiten durch die britischen Streitkräfte genutzt. Durch die Verlegung einer Einheit von Münster nach Bergen, könnten 100 bis 150 weiterhin genutzt werden. Doch selbst das würde bedeuten, dass durch den Abzug der britischen Streitkräfte noch immer 200 bis 250 Wohnungen leer stehen würden – die meisten in Vorwerk, Klein Hehlen und der Heese.