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Celle Stadt Brüderle und Rösler verteidigen in Celle Mindestlohn-Pläne
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Brüderle und Rösler verteidigen in Celle Mindestlohn-Pläne
18:15 28.04.2013
Celle Stadt

„Ich will nicht, dass jemand ein Geschäftsmodell dauerhaft fahren darf, wo er drei Euro Stundenlohn zahlen darf.“ Unter anderem mit diesen Worten hat FDP-Chef Rösler am Sonnabend in Celle seine Vorstellungen zum Mindestlohn verteidigt. Eine Woche vor dem Bundesparteitag der FDP in Nürnberg sind diese parteiintern weiter umstritten, wie auf dem Bundeskongress der Jungen Liberalen (Julis) in der Congress Union deutlich wurde.

Sowohl Rösler als auch Rainer Brüderle, Spitzenkandidat der FDP für die Bundestagswahl am 22. September, machten vor den 200 Delegierten der Julis klar: Sie sind „beide gegen einen flächendeckenden, einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland“ (Rösler). „Wir setzen auf die Tarifautonomie“, fügte der Parteichef hinzu. Brüderle sagte: „Der Staat darf nicht die Löhne festsetzen, weder bei Managern noch bei Mindestlöhnern.“

Rösler und Brüderle treten für regionale und branchenspezifische Lohnuntergrenzen ein. Das wiederum kritisieren viele Julis und andere FDP-Mitglieder. Ihre Sorge: Die Partei gefährde so ihren Markenkern.

Rösler sagte, von der Politik müsse aber die Lebenswirklichkeit der Menschen berücksichtigt werden. Deshalb gelte es, überall dort Antworten zu finden, wo es keine Tarifpartner für eine andere Regelung gebe. (hjg) Seite 2

Von Hans-Jürgen Galisch