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Celle Stadt Bundesprogramm will Engagement in Celle stärken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bundesprogramm will Engagement in Celle stärken
14:45 07.07.2017
Von Dagny Siebke
Celle Stadt

Das Steuerungsteam Celle besteht aus Akteuren der Abteilung Integration der Stadt Celle, dem städtischen Fachdienst Jugendarbeit, dem Jugendforum und der Koordinierungs- und Fachstelle der CD-Kaserne. Unterstützt wird das Team von dem 15-köpfigen Begleitausschuss, der aus Vertretern der Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gebildet wurde.

Jugendforum

Das Programm setzt die Beteiligung von jungen Menschen am Bundesprogramm voraus, so wurde von der Partnerschaft für Demokratie Celle im September 2015 ein Jugendforum konstituiert. Dieses wird von Jugendlichen selbst organisiert. Es finden regelmäßige Planungs- und Vorbereitungstreffen statt. Ein Schwerpunkt gilt der Förderung, Unterstützung und Initiierung von partizipatorischen und Toleranz fördernden Projekten und Personen. Das Jugendforum wird mit 5000 Euro unterstützt.

Ansprechpartner ist Kim Bartschies, Mail: Kontakt@jugendforum-celle.de.

Stammtisch Integration

Ein Ergebnis der Demokratiekonferenz in 2015 wurde Anfang 2016 mit einem „Stammtisch Integration“ konkretisiert. Der Stammtisch ist für alle Interessierten offen und lädt dazu ein, die Vernetzung der Akteure zu stärken und den Austausch zu fördern. Drei- bis viermal im Jahr findet der Stammtisch in den Räumlichkeiten von Kunst & Bühne statt. Zu jedem Treffen wird ein Referent eingeladen. Der nächste Stammtisch wird vom Jugendforum organisiert und findet am Dienstag, 24. Oktober, um 19 Uhr statt.

„Zu Gast bei …“

Im April diesen Jahres fand zum ersten Mal die Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei …“ statt. Durch dieses neue Format wird eine Vernetzungsplattform geschaffen, bei der Institutionen oder Einrichtungen die Möglichkeit haben, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Bei der ersten Veranstaltung war das junge Schlosstheater Celle mit Theaterpädagogin Aline Bosselmann der Gastgeber, bei dem viel über die Arbeit zu erfahren war. Die nächste Veranstaltung wird am Donnerstag, 16. November, im Ezidischen Kulturzentrum Celle stattfinden.

Demokratie-Konferenz

Am 12. September um 17 Uhr findet die dritte Demokratie-Konferenz in der Alten Exerzierhalle statt. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „ Wer, wenn nicht wir in Celle“, angelehnt an eine bundesweite Werbekampagne von „Demokratie leben!“. Unter anderem wird Lars Geiges einen Vortrag über „Rechtspopulismus in Europa – Woher er kommt, wie er wirkt und was ihn stark macht“ halten. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Projekte aus dem Fonds

In der Förderperiode 2017 werden durch den Initiativfonds größere Projekte mit maximal 3000 Euro gefördert. Die Gesamtfördersumme der nachfolgenden Projekte beträgt 36.000 Euro, neue Projekte können für die Förderperiode 2018 ab dem 13. September eingereicht werden.

„Für eine bunte Welt“

Das Projekt ist ein Malwettbewerb zwischen Jung und Alt. Zielgruppen sind Kinder bis 11 Jahre und Senioren ab 60 Jahre – aller ethnischer Herkunft und Kulturen. Sie sollen eigene Bilder einreichen. Die Ausstellung wird in der Galerie des Atelier 22 gezeigt. Die drei besten Bilder werden von den Besuchern der Ausstellung prämiert. Die Zielgruppe soll über die Kreativität zusammenfinden, sich gegenseitig akzeptieren.

Integrationsbegleitung

Mit Hilfe dieses Projektes soll der interkulturelle Dialog gefördert und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden. Dieses Projekt ist aufgebaut mit thematischen Gesprächs- und Informationstreffs, die mehrmals in der Woche stattfinden, um Hilfe im täglichen Leben zu geben. Deshalb kann die Themenauswahl auch ganz normale Alltagsprobleme beinhalten. Dadurch kann die Integration individualisiert werden.

(Computer-)Raum für alle

Im Haus 7 (Jugendtreff) der CD-Kaserne wird seit über einem Jahrzehnt Integrationsarbeit gelebt. Viele Besucher kommen nur, um das Angebot des Computerraums und die Unterstützung des Mitarbeiters in Anspruch zu nehmen.

Jugend trifft … Politik

In Zeiten, in denen viel über jugendliche Politik-, Demokratie- und Parteienverdrossenheit gesprochen wird, vergisst man oft, sich mit diesen Jugendlichen überhaupt zu unterhalten. Denn fragt man Jugendliche, dann wird klar: Sie engagieren sich sehr in ihrem Umfeld. Muss also die Erwachsenenkultur mehr Partizipationsräume schaffen? Oder läuten wir für unsere Demokratie wirklich schon das Ende ein? In der Modell-Veranstaltungsreihe „Jugend trifft … Politik“ wird im Rahmen von drei großen Diskussionen mit lokalen Politikern und Jugendlichen in der CD-Kaserne diesen Dingen auf den Grund gegangen. Die zweite Veranstaltung findet am 6. September um 13.30 Uhr in der CD-Kaserne statt, der Schwerpunkt liegt auf den Themen Bundestagswahl und Demokratie. Interessierte Schulklassen ab Stufe 9 können sich an Kai Thomsen unter info@cd-kaserne.de wenden.

Mädchen-wochenende

25 Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren erhalten die Möglichkeit, bei dem Mädchenwochenende im November 2017 unter dem Slogan „Mädchensein ist wunderschön“ im Wendland teilzunehmen. Ziel dieses Projektes ist es, Input zu verschiedenen Mädchenthemen zu erhalten. Organisator ist der Mädchenarbeitskreis Celle (MAK).

Poetry-Slam-Workshop

An dieser Form des „Dichterwettstreits“ kommt niemand vorbei. Geleitet wird das Projekt von der erfolgreichen Slammerin Jessy James La Fleur. In diesem Workshop lernen die Jugendlichen das Erstellen eines Slam-Textes, das Auswendiglernen und schließlich die individuelle Vortragsweise. Live sind die jungen Talente im August und September in Celle zu erleben.

„couragiertes Handeln“

Das Diakonische Werk Celle führt mehrere Veranstaltungen durch, die sich mit den Themen Rassismus und Neonazis befassen. Es geht um die Fragen, wie das Netzwerk des NSU jahrelang nicht entdeckt werden konnte oder wollte, und dass Rassismus kein Problem des rechten Randes ist, sondern sich im Alltagsrassismus und im institutionellen Rassismus zeigt, dadurch mehrheitsfähig wird und sich Gruppen wie AfD oder Pegida dazu legitimiert sehen, diese „Sorgen der Bürger“ zu ihrer Politik zu machen. Die Veranstaltungen werden mit Kooperationspartnern wie dem Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus durchgeführt.

http://www.cellerforum.de.

„Ich zeig dir was von mir“

In unserem Projekt können geflüchtete Frauen kreativ sein – mit unterschiedlichen Farben und Materialien. Kreatives Tun macht Spaß, überwindet Sprachschwierigkeiten und lässt Ressourcen und Selbstwirksamkeit wieder spürbar werden.

Sozialkompetenz

Im neuen Schuljahr wird an der Grundschule Vorwerk eine mehrwöchige Schulung der Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit durchgeführt. Die Schüler erarbeiten Sprach- und Handlungsmuster zur Förderung der Konfliktfähigkeit. Positive Möglichkeiten zur Verständigung, Kommunikation und Intervention werden eingeübt. Dieses Projekt fördert gewaltfreies Lernen, wirkt Diskriminierung und Ausgrenzung entgegen.

Krisen in Demokratien

Repräsentationskrisen in Demokratien sind Symptome dafür, dass sich Teile der europäischen Bevölkerung durch etablierte Parteien nicht mehr oder nur unzureichend vertreten fühlen. Der Ablehnung, an Wahlen teilzunehmen, folgt häufig die Abwanderung von Bürger zu (rechts)populistischen Gruppierungen und Parteien. Die Projektgruppe trifft sich montags um 17 Uhr im Gruppenraum des Jugendclubs Celle, Bahnhofstraße 47.

Anatomie des Extremismus

2017 wird am KAV-Gymnasium ein einzigartiges Projekt stattfinden: Unter dem Titel „Die Anatomie des Extremismus“ werden Jugendliche der Jahrgangsstufen 9 bis 11 fächerübergreifend zum Thema Extremismus arbeiten. Dabei sollen neben Rechtsextremismus auch die Themenfelder Linksextremismus und religiöser Fanatismus behandelt werden. Die besten Ergebnisse werden im Rahmen einer Ausstellung Ende November in einer Kooperation mit der CD-Kaserne präsentiert.

Wehrhafte Demokratie

Gezeigt wird ein thematisch ausgesuchtes Programm aus acht Dokumentar- und Spielfilmen in Kino Achteinhalb. Vier Filme von Januar bis April und weitere vier von September bis Dezember. Die Filme der zweiten Serie werden im Sommer festgelegt. Schulen im Landkreis und Stadt wird das Angebot gemacht, die Filme vormittags zu sehen.

„Das macht Sinn“

Seit Sommer 2014 gibt es die Tagesförderstätte der Lobetalarbeit in der Amelungstraße. Menschen mit Beeinträchtigung haben auch Lust auf Arbeit, Bildung, Aktivität und Selbstwirksamkeit und den Erfolg etwas geschaffen zu haben. Eine Begegnung auf Grundlage der Sinne ist allen Menschen gleichsam möglich und kann auf. dem angestrebten Sinnespfad neben der Tagesförderstätte in der Amelungstraße in Form von Beziehung erlebt werden. Ein weiterer, bunter Fleck im Stadtteil Heese, ein Ort des gemeinsamen Erlebens.

„Heimat im Gepäck“

In einer Kunstaktion sollen sich Interessierte mit dem Thema Heimat auseinandersetzen. Ein Dialog von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ist dabei angestrebt und erwünscht. Als Ergebnis dieser Auseinandersetzung sollen Kofferinstallationen entstehen, die Ende 2017 in einer Ausstellung präsentiert werden.

Flüchtlinge entdecken …

Das kombinierte Foto- und Schreibprojekt für Flüchtlinge und Migranten ermöglicht es, Celle aus unbekannten Blickwinkeln kennenzulernen und Erfahrungen mit Stadt und Menschen schriftlich festzuhalten. Im August entdecken die Teilnehmer mit einem Fotografen die Stadt, nehmen ihre neue Heimat mit dem Handy auf und besprechen die Fotos. Im September schreiben die Flüchtlinge über ihr Leben in Celle. Zum Abschluss findet eine Ausstellung in der VHS statt.