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Celle Stadt CD-Kaserne erhält 150.000 Euro für Projekt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt CD-Kaserne erhält 150.000 Euro für Projekt
16:01 28.11.2018
Das Ausstellungskonzept beschäftigt sich mit Islamismus und Islamfeindlichkeit.
Celle

Es begann alles im November vergangenen Jahres mit einer Ausschreibung des Landesdemokratiezentrums. Es ging um eine Projektförderung zum Thema Islamismus und Islamfeindlichkeit. „Ein Thema, das unsere Gesellschaft und vor allem unsere Jugend natürlich beschäftigt“, sagt Kai Thomsen, Geschäftsführer der CD-Kaserne. Das war dann auch der ausschlaggebende Grund, warum sich die CD-Kaserne um einen Zuschuss bewarb. Die Bemühungen trugen jetzt Früchte: Der Bund fördert das entworfene Ausstellungskonzept mit 150.000 Euro im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Es fehlen Konzepte gegen Islamfeindlichkeit

„Das ist ein Betrag, der, zumindest für unsere Verhältnisse, durchaus bemerkenswert ist“, sagt Thomsen. Damit könne man einiges erreichen. Die Entscheidung, wie das Präventionskonzept aussehen soll, war dann auch schnell getroffen. „Es gibt in Deutschland viel zu wenig Konzepte gegen Islamfeindlichkeit und Islamismus, deswegen müssen wir selbst etwas auf die Beine stellen.“ Und so war der Grundstein gelegt und es ging an die detaillierte Planung. Es stand schnell fest, dass eine Ausstellung konzipiert werden soll, die sich allerdings von „normalen Ausstellungen“ unterscheidet. „Die Besucher sollen nicht einfach nur durchgehen und denken ,Aha‘. Wir möchten, dass sie nachhaltig beeindruckt sind“, schildert Thomsen. Und so entstand die Idee, den gesamten Islamdiskurs als stehendes Theaterstück darzustellen. 20 lebensgroße, möglichst realistisch gestaltete Figuren, die sich an öffentlichen Orten aufhalten, stellen den Kern der Ausstellung dar.

YouTube-Stars "Datteltäter" sind mit dabei

Um möglichst unterschiedliche Blickwinkel und Impulse einfließen zu lassen, entstand eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe. Neben Kai Thomsen und Stefanie Fritzsche von der CD-Kaserne arbeiten Islamwissenschaftler Jannik Veenhui und Kulturanthropologin Viola Schmidt am Projekt mit. Das Vorhaben wird durch die muslimische Community in Deutschland unterstützt. Ebenfalls für das Projekt gewinnen konnten die Verantwortlichen Mitglieder des satirischen YouTube-Kanals „Datteltäter“, die muslimische Comiczeichnerin „tuffix“ und das Theaterkollektiv „Markus & Markus“.

Wanderausstellung in ganz Deutschland

Das Endergebnis verspricht etwas Großes. Die Wanderausstellung „Was‘ los, Deutschland?“ wird im kommenden Frühjahr eröffnet und tourt anschließend durch die ganze Republik. Sie vereint die Themenfelder Islamismus und Islamfeindlichkeit. Im Rahmen einer interaktiven, modernen und verschiedene pädagogische und didaktische Ansätze vereinenden Ausstellung wird ein nachhaltiger Präventionsbeitrag geleistet. Innerhalb der durch lebensgroße Figuren arrangierten Szenerie werden die Komplexität und verschiedenen Inhalte des öffentlichen Diskurses zu den Themen Islamismus und antimuslimischer Rassismus so aufbereitet, dass sie für Jugendliche ab 14 Jahren erfahrbar und reflektierbar sind.

Ein Gewinn für Celle

Es handelt sich also um ein Präventionskonzept, das in erster Linie Jugendliche ansprechen und sensibilisieren soll. Es wird in den nächsten Jahren nach den Erwartungen des Teams in ganz Deutschland Anklang finden. „Natürlich ist die ganze Geschichte auch für Celle und die CD-Kaserne super“, freut sich Thomsen. „Klar ist es immer schön, wenn unsere Arbeit auch über die Grenzen der Stadt hinaus Anerkennung erfährt.“

Von Marie Nehrenberg

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