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Celle Stadt CD-Tipp: Beethoven und Bach
Celle Aus der Stadt Celle Stadt CD-Tipp: Beethoven und Bach
15:42 19.08.2010
Beethoven und Bach auf höchstem Niveau - Beethovens „Diabelli“-Variationen gilt als experimentelles und durchaus umstrittenes Werk. Ganz gleich jedoch, wie man zu diesem so besonderen Zyklus über ein nichtssagendes Thema stehen mag, er gilt als eine besondere Herausforderung für Pianisten. Und bei dieser stellte sich schon so manch Beethoven-Interpret als zweitklassig heraus, weil es ihm nicht gelungen ist, die Radikalität dieser Musik in überzeugenden Weise zu vermitteln. Bei Stephen Kovacevich ist die Sache aber klar: Dieser Mann verfügt über eine intellektuelle Kraft der Durchdringung dieser Musik, dass sein „Diabelli-Variationen“-Spiel als ähnlich maßstabsetzend angesehen werden kann wie Friedrich Guldas Musizieren der Beethoven-Sonaten. Welch ein Glück, dass man diesen selten in Deutschland auftretenden Amerikaner am 6. August in Hitzacker genau mit diesem Werk hören kann. Übrigens: Wer diese CD noch weiterhört und Bachs vierter Partita lauscht, der dürfte auch da angetan sein: Kovacevich spielt einerseits zwar ganz klar und bedacht auf das natürliche Fließen dieser Musik, andererseits vergisst er aber auch nicht, dass es einzelne Sätze in diesem Stück gibt, die eine sehr pointierte Spielweise erfordern. - EMI Onyx 4035 - Reinald Hanke - Terminierung: 17., 24. oder 31. Juli 2010 Quelle: Reinald Hanke
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Und bei dieser stellte sich schon so manch Beethoven-Interpret als zweitklassig heraus, weil es ihm nicht gelungen ist, die Radikalität dieser Musik in überzeugenden Weise zu vermitteln. Bei Stephen Kovacevich ist die Sache aber klar: Dieser Mann verfügt über eine intellektuelle Kraft der Durchdringung dieser Musik, dass sein „Diabelli-Variationen“-Spiel als ähnlich maßstabsetzend angesehen werden kann wie Friedrich Guldas Musizieren der Beethoven-Sonaten. Welch ein Glück, dass man diesen selten in Deutschland auftretenden Amerikaner am 6. August in Hitzacker genau mit diesem Werk hören kann. Übrigens: Wer diese CD noch weiterhört und Bachs vierter Partita lauscht, der dürfte auch da angetan sein: Kovacevich spielt einerseits zwar ganz klar und bedacht auf das natürliche Fließen dieser Musik, andererseits vergisst er aber auch nicht, dass es einzelne Sätze in diesem Stück gibt, die eine sehr pointierte Spielweise erfordern.

Von Reinald Hanke