CD-Tipp: Eigenwillig
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Celle Stadt CD-Tipp: Eigenwillig
Celle Aus der Stadt Celle Stadt CD-Tipp: Eigenwillig
15:39 19.08.2010
CD-TippEigenwillig - Er hat eine treue Fangemeinde und kann doch nach wie vor als Geheimtipp gelten: Kevin Coyne gehörte zu den originellsten Erscheinungen der Musikszene. Die Anthologie „I Want My Crown“ dokumentiert auf 4 CDs das Schaffen des britischen Sängers und Gitarristen, der seit 1985 in Deutschland lebte und 2004 verstarb. Die Zusammenstellung umfasst Aufnahmen aus den Jahren 1973 bis 1980 und enthält einige bislang unveröffentlichte Takes, darunter eine komplette Live-CD. Coynes Stil ist stark geprägt vom schwarzen Blues, kann aber einigen Unterhaltungswert bis hin zu einer Andeutung von schräger Comedy entwickeln und punktuell derart abdriften, dass man sich an die vokalen Extravaganzen eines Captain Beefheart erinnert fühlt. In den besten Momenten ist diese Musik äußerst intensiv und tief empfunden – textlich bricht sich immer wieder eine ausgeprägte Sympathie für gesellschaftliche Außenseiter Bahn, von denen Coyne in seiner Zeit als Sozialarbeiter viele kennengelernt hat. Die Produktion der Aufnahmen lässt hier und da Wünsche offen, doch ist diese Box eine reichhaltige Fundgrube für alle, die einem wahrhaft eigenwilligen Musiker begegnen wollen. - Kevin Coyne – I Want My Crown (EMI/Virgin) Quelle: Jörg Worat
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Die Anthologie „I Want My Crown“ dokumentiert auf 4 CDs das Schaffen des britischen Sängers und Gitarristen, der seit 1985 in Deutschland lebte und 2004 verstarb. Die Zusammenstellung umfasst Aufnahmen aus den Jahren 1973 bis 1980 und enthält einige bislang unveröffentlichte Takes, darunter eine komplette Live-CD. Coynes Stil ist stark geprägt vom schwarzen Blues, kann aber einigen Unterhaltungswert bis hin zu einer Andeutung von schräger Comedy entwickeln und punktuell derart abdriften, dass man sich an die vokalen Extravaganzen eines Captain Beefheart erinnert fühlt. In den besten Momenten ist diese Musik äußerst intensiv und tief empfunden – textlich bricht sich immer wieder eine ausgeprägte Sympathie für gesellschaftliche Außenseiter Bahn, von denen Coyne in seiner Zeit als Sozialarbeiter viele kennengelernt hat. Die Produktion der Aufnahmen lässt hier und da Wünsche offen, doch ist diese Box eine reichhaltige Fundgrube für alle, die einem wahrhaft eigenwilligen Musiker begegnen wollen.

Kevin Coyne – I Want My Crown (EMI/Virgin)

Von Jörg Worat