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Celle Stadt CDU-Wirtschaftsexperte Michael Fuchs in Celle: Uns geht es gut
Celle Aus der Stadt Celle Stadt CDU-Wirtschaftsexperte Michael Fuchs in Celle: Uns geht es gut
22:04 12.02.2012
Thomas Ludewigt erˆffnet den Neujahrsempfang Quelle: Lothar H. Bluhm
Celle

Vor der Kartoffelsuppe stand die Arbeit, als Michael Fuchs, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Koblenz, in Celle schlaglichtartig politische Themen beleuchtete. Beim Neujahrsempfang des Wirtschaftsrates der CDU setzte er bewusst deutliche Akzente. Vom Dialog zwischen Wirtschaft und Politik über Wirtschafts- und Sozialpolitik, Eurokrise und Maastricht-Kriterien sowie der Situation in Griechenland und der Energiepolitik in Deutschland riss der Wirtschaftsexperte viele aktuelle Themen an.

Als „Fels in der Brandung“, der interessante wirtschaftspolitische Positionen vertrete, bezeichnete die Landesvorsitzende des Wirtschaftsrats der CDU, Astrid Hamker, den Referenten des Abends, der auch stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist. Sie betonte auch, dass die Großwetterlage eine Schuldenkrise sei und keine Wirtschafts-, Finanz- oder Bankenkrise.

„Uns geht es gut“, behauptete der promovierte Apotheker und Wirtschaftsfachmann mehrfach. Denn die deutsche Wirtschaft funktioniere. Nach dem konjunkturellen Einbruch sei nun schon zweimal ein Wachstum festgestellt worden. „Die mittelständischen Unternehmen haben ihren Job gut gemacht“, lobte Michael Fuchs auch die Mitglieder des Wirtschaftsrats und setzte auf die Exportstärke des Landes. Da Deutschland Industrieland bleiben müsse, habe die Bundesregierung darauf zu achten, dass nichts geschehen solle, was den Status zerstöre.

Als Beispiel verwies er auf den Energiesektor: Der Ausstieg aus der Atomenergie werde die Sicherheit Deutschlands zwar nicht erhöhen, die Energiewende müsse aber so gestaltet werden, dass Bürger, Wirtschaft und Industrie den Strom auch künftig noch bezahlen könnten. „Ich warne davor, die Kosten außer Acht zu lassen.“

Fuchs bezeichnete die Förderung der Photovoltaikanlagen als „größten Unfug, den wir uns je geleistet haben“, denn bei der geringen Sonneneinstrahlung seien die Anlagen hier nicht sinnvoll. Bei Biogasanlagen stelle sich die Frage, ob Mais für Energie oder als Lebensmittel verwendet werden sollte. Schließlich beinhalte die Energiewende einen „Webfehler“, denn die Stromerzeuger kümmerten sich nicht um den Vertrieb, sondern überließen das anderen.

Insgesamt lieferte Fuchs interessante Impulse für Diskussionen. Kein Wunder, dass einige Zuhörer feststellten, dass er ganz schön gegen den Strich gebürstet habe: „Das fand ich ganz vernünftig“, lautete ein Kommentar. Lothar H. Bluhm

Von Lothar H. Bluhm